Rotterdam

Zwei liefen unter 2:05 Stunden

Der Rotterdam-Marathon endete erneut mit Spitzenzeiten. Die ersten vier Läufer blieben unter der bisherigen Jahresweltbestleistung.

Patrick Makau

Patrick Makau auf den letzten Metern in Rotterdam.

An der Spitze machten zwischen Kilometer 35 und 39 die drei Kenianer das Tempo, während Feyisa Lelisa zwei Schritte hinter dem Trio lief. Dann versuchte sich Patrick Makau zu lösen, was dazu führte, dass Lelisa und Kipruto nicht mehr mithalten konnten. Doch Geoffrey Mutai ließ sich nicht so leicht abschütteln. Fast sah es so aus als könnte es wie 2009 eine Spurtentscheidung in Rotterdam geben (damals überholte Duncan Kibet seinen Landsmann Kwambai auf den letzten Metern und siegte zeitgleich vor ihm). Doch rund 800 Meter vor dem Ziel war Geoffrey Mutai schließlich geschlagen. Ganz langsam öffnete sich eine entscheidende Lücke und Patrick Makau hatte das Rennen zu seinen Gunsten entschieden.

Rang drei belegte Vincent Kipruto in 2:05:13, Vierter wurde Feyisa Lelisa mit 2:05:23. Auch diese beiden Zeiten sind Weltspitze. In der Liste der besten Marathonläufer aller Zeiten liegen Kipruto und Lelisa nun auf den Rängen 10 und 13. Mit Bernard Kipyego folgte ein Debütant auf Rang fünf. Der Kenianer erreichte 2:07:01 Stunden, obwohl er an einem Verpflegungspunkt gestolpert war. Als bester Europäer wurde Koen Raymaekers (Niederlande) Neunter in 2:11:09.

Mit seinem eindrucksvollen Sieg hat Patrick Makau in seinem dritten Marathon das umgesetzt, was man aufgrund einer Reihe von starken Leistungen über kürzere Distanzen vermutet hatte. Mit einer Zeit von 58:52 ist der Kenianer im Halbmarathon der drittschnellste Läufer aller Zeiten. In Deutschland gewann er unter anderem den Halbmarathon und die 25 km in Berlin. Vor einem Jahr lief er in Rotterdam sein Marathondebüt und wurde Vierter mit 2:06:14 Stunden. Bei seinem zweiten Rennen über die 42,195 km stieg er in New York aus, nachdem er Verletzungsprobleme hatte. Jetzt schloss er auf zu den Schnellsten aller Zeiten.

Wie schon oft in Rotterdam standen die Frauen spitzensportlich im Schatten der Männer. Längst nicht so stark besetzt war ihr Feld. Zu einem Start-Ziel-Sieg lief dabei die erst 20-jährige Aberu Kebede. In 2:25:25 Stunden gewann die Äthiopierin vor der US-Amerikanerin Magdalena Lewy-Boulet, die mit 2:26:22 eine persönliche Bestzeit aufstellte. Rang drei ging an die ursprünglich favorisierte Chinesin Zhu Xialin (2:29:42), Vierte wurde die Russin Yevgenia Danilova (2:31:44).

Aberu Kebede war im Januar in Dubai ihr Marathondebüt gelaufen. Dort hatte sie auf Anhieb 2:24:26 Stunden erreicht und kam mit nur sieben Sekunden Rückstand als Zweite ins Ziel. Im zweiten Versuch gelang ihr nun der erste Marathonsieg.

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Äthiopischer Triumph und eine Jahresweltbestzeit