Wenn der Rundenzähler von vier auf zwei springt

„Plötzlich sprang der Rundenzähler von vier auf zwei – die Anzeige für drei zu laufende Runden gab es nicht“, erzählte Jan Fitschen, der trotz dieses Malheurs bei den Deutschen Hallenmeisterschaften relativ kühlen Kopf bewahrte in der warmen Leipziger Anhalt Arena und das 3.000-m-Finale schließlich in 7:57,30 Minuten gewann. Nicht alle jedoch behielten den Überblick. Der Hallensprecher sprach von der letzten Runde, als noch zwei zu laufen waren. Er korrigierte sich kurz darauf, doch das bekam der Berliner Carsten Schlangen offensichtlich nicht mehr mit. Der Läufer der LG Nord, im vergangenen Sommer Deutscher Meister über 1.500 m, hatte zum Endspurt angesetzt.

„Plötzlich sprang der Rundenzähler von vier auf zwei – die Anzeige für drei zu laufende Runden gab es nicht“, erzählte Jan Fitschen, der trotz dieses Malheurs bei den Deutschen Hallenmeisterschaften relativ kühlen Kopf bewahrte in der warmen Leipziger Anhalt Arena und das 3.000-m-Finale schließlich in 7:57,30 Minuten gewann. Nicht alle jedoch behielten den Überblick. Der Hallensprecher sprach von der letzten Runde, als noch zwei zu laufen waren. Er korrigierte sich kurz darauf, doch das bekam der Berliner Carsten Schlangen offensichtlich nicht mehr mit. Der Läufer der LG Nord, im vergangenen Sommer Deutscher Meister über 1.500 m, hatte zum Endspurt angesetzt.

„Ich habe mich gewundert und war etwas irritiert, als er plötzlich lossprintete. Aber ich hatte mich immer an der Uhr orientiert, und eigentlich war mir klar, dass es noch nicht die letzte Runde sein konnte“, sagte Jan Fitschen. Dennoch hielt der 10.000-m-Europameister des TV Wattenscheid vorsichtshalber gegen in dem zu frühen Spurt und erreichte als erster knapp vor dem Berliner die 2800-m-Marke. Schlangen stoppte ab, Fitschen lief weiter. Der Wattenscheider gewann, der Berliner verpasste als Vierter eine Medaille. „Ich habe den Schmerzensschrei hinter mir gehört. Carsten tat mir leid, so etwas ist ärgerlich“, sagte Jan Fitschen.

Es war kein Novum, was in der Anhalt Arena passierte. Beim Super-Grand-Prix-Meeting in Ostrava im vergangenen Jahr wurde im 3.000-m-Hindernislauf 400 Meter zu früh die letzte Runde eingeläutet. Der Kenianer Paul Koech bemerkte den Fehler nicht, stürmte davon und riss die Arme hoch, als er meinte, gewonnen zu haben. Als er schließlich realisierte, dass noch eine Runde zu laufen war, war es zu spät. Der Österreicher Günther Weidlinger war nicht mehr einzuholen. Er gewann in 8:25,67 Minuten. „Es war verrückt, aber ich wusste aufgrund der Zwischenzeit, dass noch zwei Runden zu laufen waren“, erklärte Weidlinger später.

Am selben Abend passierte ein zweites Kuriosum im 3.000-m-Lauf. Der Kenianer Joseph Ebuya dachte nach sieben Runden, also 2.800 Metern, dass das Rennen dort enden würde, wo es begonnen hatte. Jubelnd überquerte der 18-Jährige nach einem Spurt die 2.800-m-Marke und hörte auf zu rennen. Die anderen rannten weiter, und Tariku Bekele, der Bruder des Weltrekordlers Kenenisa, lief als Sieger nach 7:36,44 Minuten ins Ziel.

Der große Bekele selbst hatte sich vor zwei Jahren verrechnet, als er nach dem Tod seiner Verlobten sein erstes Rennen lief. Dabei verzählte er sich in Boston im 3.000-m-Hallenrennen auf der 200-m-Rundbahn und setzte den Endspurt eine Runde zu früh an. Als Kenenisa Bekele dachte, das Rennen sei beendet, überholte ihn der Ire Alistair Cragg und gewann vor dem dann wieder loslaufenden Äthiopier.runnn.com - Bild zu Artikel 201