Bunte Lauf-Party

Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf 2012 in Fürth

Ein buntes Lauf-Fest war der 2. Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf in Fürth. Rund 870 Teilnehmer liefen bei Sonnenschein und Temperaturen von über 20 Grad Celsius mit.

Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf

„Berauschend schön“ war die zweite Auflage des Welt-Down-Syndrom-Tag-Laufs, resümierte Veranstaltungs-Chefin Anita Kinle am Veranstaltungsabend. Rund 870 Teilnehmer liefen am Sonntag, dem 18. März 2012, bei Sonnenschein und Temperaturen von über 20 Grad Celsius mit. Also hielt sich sogar das Wetter an das Motto der vom Laufclub 21 ausgerichteten Laufveranstaltung: „Oh Happy Day“.

Längst nicht nur aus Deutschland kamen die Teilnehmer: Läufer aus der Schweiz, Großbritannien, Nordirland, den USA, Italien, der Türkei, Polen, Spanien, Argentinien und Kenia gingen an den Start. Sie bewiesen, dass jeder ein Läufer sein kann – egal, ob mit oder ohne Down-Syndrom. Ziel des Laufclubs 21 ist es, zu zeigen, dass Menschen mit Down-Syndrom wie alle anderen sportlich ausdauernd sein und Spaß am Laufen haben können. Über das gemeinsame Laufen und Feiern dieses besonderen Jahrestags kamen nun in Fürth zum zweiten Mal Menschen mit und ohne Down-Syndrom in Kontakt und bauten Ängste und Vorurteile ab.

Das Miteinander der Läufer mit und ohne Down Syndrom steht beim Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf im Vordergrund.

Bild: Norbert Wilhelmi

Daneben wurden aber auch starke Laufleistungen bei den verschiedenen Wettbewerben gezeigt: In der Einzelwertung im 6-Stunden-Lauf siegte Jan Prochaska vom Ultrateam der LG Nord Berlin deutlich mit 79,405 Kilometern. Platz zwei ging an Günther Marhold vom TSV Wolfratshausen, der 77,943 Kilometer zurücklegte. Gelaufen wurde auf einer genau 1315,2 Meter messenden Runde. Sie führte um den Fürther Südstadtpark und über den roten Teppich der Grünen Halle in Fürth. Mehr als 70 Kilometer legten auch der Dritt- und Viertplatzierte zurück: Dieter Ulbricht von laufkultur.de lief 70,226 km, Armin Roucka vom Team Klinikum Nürnberg 70,043 km.

Ebenfalls für das Team Klinikum Nürnberg startete die Frauensiegerin: Carmen Fuhrmann legte stolze 59,128 Kilometer zurück. Eva Hassel wurde mit 58,131 Kilometern Zweite vor Petra Pummer mit 57,769 Kilometern. In der Staffelwertung belegten das Erlebnislauf-Team (89,082 km), der Greuther Teeladen (82,287 km) und die Rödl Road Runners (79,717 km) die Podiumsplätze.

Den Marathon gewann Jochen Brosig vom FSV Großenseebach in 3:11:06 Stunden vor Ralf Kittel (3:18:47, Turbo Turtles Roth) und Torsten Deuter (3:22:09, SV Würtingen). Nur fünf Minuten hinter dem Sieger lief schon die Siegerin über die Ziellinie. Pamela Veith vom TSV Kusterdingen benötigte für die Marathon-Distanz nur 3:16:33 Stunden. Mit großem Abstand folgte die Zweitplatzierte Gabi Hartwig vom Team Klinikum Nürnberg nach 3:55:30 Stunden. Platz drei ging an Susanne Singer (5:56:21).

Über die Halbmarathon-Distanz setzte sich Christian Riedl in 1:17:59 Stunden durch. 30 Sekunden später lief der Zweitplatzierte ins Ziel: Roland Rigotti vom TSV 1862 Neuburg benötigte 1:18:30 Stunden. Rang drei ging an Matthias Röser (1:19:23). In der Frauenwertung war Elise Vogel in 1:41:39 Stunden ganz vorn. Zweite wurde Annika Wilms in 1:52:43 Stunden, Dritte Daniela Radtke (1:52:54).

zur Bildergalerie
Bildergalerie: Welt-Down-Syndrom-Tag-Marathon 2011
Foto: Norbert Wilhelmi

Besonderes Highlight der Veranstaltung war die Ernennung von Mr. John Dorson zum Ehrenmitglied. Anita Kinle vom Laufclub 21: „Ohne ihn gäbe es unseren Verein nicht.“ Der Engländer Dorson war Trainer des ersten Marathonläufers mit Down-Syndrom, Simon Beresford. Durch einen Zeitungsartikel wurden die Gründer des Vereins Laufclub 21 überhaupt erst darauf aufmerksam, dass auch Menschen mit Down-Syndrom Marathon laufen können. Der Name Laufclub 21 lehnt sich an den medizinischen Fachausdruck für das Down-Syndrom an: Trisomie 21. Auch der Jahrestag leitet sich von diesem Begriff ab: Der 21. März wurde als Welt-Down-Syndrom-Tag ausgewählt – der 21. Tag des dritten Monats des Jahres steht für das verdreifachte 21. Chromosom, das beim Down-Syndrom auftritt. Und schließlich haben sogar die eigens entworfenen Pokale für den Welt-Down-Syndrom-Tag-Laufs Symbolkraft: Drei Perlen auf einem Chromosom stehen für das dreifache Chromosom 21 bei der Trisomie 21.

Im Rahmen der Veranstaltungen wurde außerdem bereits das Motto für den Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf 2013 verkündet: „All you need is love“. Im nächsten Jahr ist also wieder eine mitreißende Laufveranstaltung zum Welt-Down-Syndrom-Tag in Fürth zu erwarten. Das neue Logo mit einem blumigen Herz ist auf der Veranstaltungshomepage welt-down-syndrom-tag-lauf.de schon jetzt zu betrachten.