Vegetarische Kost

Es geht auch ohne Fleisch

Wer den Fleischkonsum reduziert, sollte dafür sorgen, dass die Proteinzufuhr stimmt. Hier finden Sie die besten Tipps und ein Rezept für Vegetarier.

Vegetarisch leben

Die Vielfalt an Gemüse lässt keine Langeweile auf dem Teller aufkommen.

Bild: pixelio.de / geralt

Katharsis am Anfang
Der Anfang ist leicht gemacht und belohnt schon bald mit einem Erfolgserlebnis: Viele Menschen, die freiwillig die Entscheidung treffen, kein Fleisch mehr zu essen, berichten, dass sie sich leichter, besser, quasi wie gereinigt fühlen. Außerdem würden sie Rindfleisch, Geflügel, ja selbst Eier, die sie früher gern gegessen hätten, nicht mehr vermissen.
Von Läufern, die diesen Schritt gegangen sind, ist bekannt, dass sie schon nach wenigen Wochen eine spürbare Verbesserung ihrer Laufleistungen konstatierten.

Mehr Energie
Für dieses unter Neu-Vegetariern häufige Phänomen, mehr körperliche Energie zu spüren und sich insgesamt besser zu fühlen, gibt es laut Dr. Enette Larson-Meyer, einer Expertin zum Thema vegetarische Sporternährung, noch keine durch Studien belegte Erklärung. Ihre Vermutung geht jedoch dahin, dass die erleichterte Verdauung und reduzierte Fettaufnahme eine Rolle spielen könnte. Dass vegetarische Ernährung generell gesundheitlichen Nutzen bringt, wird ohnehin in vielen Forschungsberichten zum Ausdruck gebracht.

Milchprodukte wie Käse und Joghurt sind eine gute Eiweißquelle.

Bild: pixelio.de / zaubervogel

Vorzüge des Vegetarismus
So ergab eine Studie der Loma Linda University in Kalifornien über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit bei über 40-Jährigen, dass Vegetarier seltener an Herzkrankheiten leiden, im Durchschnitt drei Jahre länger leben als Fleischesser und ein geringeres Risiko in Bezug auf nahezu alle Formen von Krebserkrankungen aufweisen.

In Deutschland gibt es viele, die auf Fleisch verzichten
Trotz dieser eindeutig positiven Untersuchungsergebnisse verzichten jedoch immer noch erstaunlich wenige Menschen auf Tierprodukte in ihrer Ernährung. Allerdings sind die entsprechenden Zahlen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich, und repräsentative Erhebungen liegen nicht in jedem Fall vor. Dennoch lassen sich aus Umfragen auch Trends ablesen. Während in den USA weniger als drei Prozent der Bevölkerung eine strikt vegetarische Ernährung einhält, geben immerhin 25 Prozent an, nach Alternativen zu suchen und zwar nicht ganz auf tierische Produkte zu verzichten, den Nahrungsanteil von Obst und Gemüse jedoch bewusst zu erhöhen. Laut Umfrageergebnissen in Deutschland leben hier 15 Prozent der Befragten ohne Fleisch und Wurst, und neun Prozent essen keinen Fisch. Ungefähr sieben bis acht Prozent der Bevölkerung sind strenge Vegetarier, darunter mehr Frauen als Männer.

Läufer achten stärker auf ihre Ernährung
Die Motive für fleischlose Ernährung können von religiösen, ethischen oder gesundheitlichen Überlegungen bis zum Tier- und Umweltschutz reichen oder auch mit globalökonomischen Argumenten erklärt werden. Wenn Läufer beim Einkaufen eher zu den verschiedensten Obst- und Gemüsesorten denn zu Fleisch und Wurst greifen, tun sie dies jedoch in erster Linie im Wissen um den Nährstoffgehalt und die gewichtsreduzierende Wirkung vegetarischer Kost. Im Anspruch, generell gesund leben zu wollen, sieht Dr. Larson-Meyer den häufigsten Grund, auf Fleisch zu verzichten – insbesondere unter Sportlern.

Die Eiweißzufuhr ist besonders wichtig
Andererseits gibt es auch für Läufer gute Gründe, sich nach der sportlichen Belastung ein Sandwich mit Putenfleisch und Käse zu genehmigen. Nach dem anfänglich verspürten Energieschub infolge der Umstellung auf vegetarische Kost berichten Läufer nicht selten auch von einem allmählich zunehmenden Gefühl von Kraftlosigkeit, das sich nach einigen Monaten breit macht. Dabei ergeht es ihnen wie vielen Sportlern, die nicht alle Aspekte des Vegetarismus beachten. Wenn das Abendessen üblicherweise nur aus Brot und Salaten besteht und ansonsten generell auf Fleisch verzichtet wird, kann es so schnell zu einem Eiweißmangel kommen.

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Läufer aufgepasst – Proteine müssen sein!