Ironman Hawaii 2013

Wer holt die Kona-Krone?

Am kommenden Wochenende finden die Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii statt. Zwei Deutsche haben gute Chancen, das Triathlonspektakel in Kailua-Kona zu gewinnen.

Kienle mit starker Radleistung

Topfavorit für den Ironman Hawaii ist Sebastian Kienle.

Bild: Norbert Wilhelmi

Kona is calling - einmal im Jahr folgen tausende Triathleten dem Ruf der hawaiianischen Insel zu den Ironman-Weltmeisterschaften in Kailua-Kona, wo in diesem Jahr der Titel zum 35. Mal vergeben wird. Mehr als 200 deutsche Athleten werden am 12. Oktober in der Bucht von Kona ins Meerwasser eintauchen, um 3,8 Kilometer schwimmend, 180 Kilometer auf dem Rad und einen Marathonlauf zu absolvieren. Darunter sind auch die beiden Profiathleten Andreas Raelert und Sebastian Kienle, die beide nach sechs Jahren australischer Siegesherrschaft hervorragende Chancen auf den Titelgewinn haben.

Als Topfavorit dürfte Sebastian Kienle ins Rennen gehen. Das nötige Selbstvertrauen holte sich der 29-Jährige vor einem Monat bei seinem WM-Sieg über die halbe Ironmandistanz in Las Vegas, als der zweifache 70.3-Weltmeister die dort versammelte Konkurrenz mit einer Flucht auf dem Rad erlahmte und den Vorsprung sicher ins Ziel lief.

Neben Sebastian Kienle wird das deutsche Augenmerk besonders auf Andreas Raelert liegen. Dem Rostocker blieb nach einem dritten und zwei zweiten Plätzen der ganz große Hawaii-Sieg bisher verwehrt. Seine Formkurve zeigt indes aber wieder nach oben. Denn nach seinem Sieg beim Ironman Austria laborierte der Ex-Kurzdistanzler und Olympiateilnehmer an einer Hüftverletzung, die aber auskuriert scheint.

Besser lief es dieses Jahr schon für den Spanier Eneko Llanos, der neben Sebastian Kienle als heißester Antwärter auf den Kona-Thron gilt. Kaum jemand lieferte über die gesamte Saison eine so konstant hohe Leistung ab wie der 36-Jährige. Dem zweiten Platz beim stark besetzten Abu Dhabi Triathlon folgte der Sieg beim Ironman Melbourne. Danach sicherte er sich im dritten Anlauf endlich den Europameistertitel beim Ironman Frankfurt.

Außerdem wird mit den beiden Australiern und Hawaii-Siegern Pete Jacobs und Craig Alexander zu rechnen sein. Gerade von Alexander ist man es gewohnt, dass er pünktlich zur Ironman-WM in topform ist, aber auf dem Weg dahin verschwindend wenig in Erscheinung tritt. Trotzdem ist der mittlerweile schon 40-Jährige trotz seines Alters für einen Sieg gut - insgesamt dreimal, 2008, 2009 und 2011, stellte er es unter Beweis. Nach seinem Kona-Triumph im vergangenen Jahr ist die Saison für Pete Jacobs bisher holprig verlaufen. Beim Ironman Frankfurt lief er sogar erst auf Platz 161 durchs Ziel, zeigte sich aber zuletzt wieder in Topform, als er den Ironman 70.3 Sunshine Coast souverän gewann.

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