Lektion Fünf

Training mit Pausen, nicht am Stück

Ob als Ausgleichstraining oder als Vorbereitung auf einen Triathlon - Schwimmen ist ein schöner Sport bei dem es allerdings auf saubere Technik ankommt. Das bekam auch Redakteur Martin Grüning zu spüren.

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Regelmäßige Pausen gehören zum Schwimmtraining dazu.

Bild: iStockphoto.com / Nikada

Wer zehn Kilometer laufen will, tastet sich langsam, aber stetig an diese Distanz heran. Erst die Einsteigerstufe mit Gehpausen, dann drei, vier, fünf Kilometer am Stück und irgendwann dann zehn Kilometer. Man baut die Distanz – ganz einfach – immer weiter aus.

So plante ich es auch beim Schwimmen. Erst konnte ich 200 Meter, dann 400 Meter am Stück kraulen, irgendwann 1000, dann 2000 Meter, dann … stoppte mich der Kollege.

Er machte mir klar, dass man beim Schwimmen anders als beim Laufen nicht versucht, die komplette Strecke in einem durchzuschwimmen, sondern zur Vorbereitung verschiedene Distanzen in verschiedenen Tempi schwimmt.

„Die längste Belastung ist 800 Meter, sonst geht die Technik flöten“, sagte er. „Und was mache ich in den Pausen?“, fragte ich ungläubig zurück. „Am Rand ausruhen“, meinte er allen Ernstes. Deswegen hingen die Mitschwimmer also regelmäßig am Beckenrand. Das war kein Unvermögen, wie ich dachte, sondern Trainingswissenschaft.

Trotzdem unmöglich, dachte ich und tat es auch nicht. Bis heute. „Die Dauermethode ist nichts für Schwimmer“, erzählte mir übrigens später auch noch mal ­einer der besten Triathleten der Welt. Und ich denke: noch ein Grund, warum ich niemals einer werde beziehungsweise geworden bin.

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