Weltmeisterschaft in Kailua-Kona

Sebastian Kienle gewinnt Ironman Hawaii

Sebastian Kienle feierte den größten Sieg seiner Karriere: Bei der Ironman-WM in Hawaii holte er sich den Titel vor Ben Hoffman und Olympiasieger Jan Frodeno.

Sebastian Kienle

Sebastian Kienle konnte die Weltmeisterschaft in Hawaii gewinnen.

Bild: New Balance

Nach dem Sieg der Ironman-Europameisterschaften in Frankfurt holte sich Sebastian Kienle nun die WM-Krone in Hawaii. Der Ironman-Hawaii gilt neben den Olympischen Spielen als das wichtigste Triathlon-Rennen. Der Rennverlauf spielte dem 30-Jährigen in die Karten. Der zu erwartende Rückstand nach dem Schwimmen hielt sich mit dreieinhalb Minuten in Grenzen. Sofort nahm der 70.3-Weltmeister die Verfolgung zur Spitzengruppe auf. Mit im Schlepptau: Maik Twelsiek, der das hohe Tempo auf dem Rad von Kienle zunächst mitging.

Pech für Jan Frodeno beim Ironman Hawaii

Olympiasieger Jan Frodeno, den viele Experten im Vorfeld ähnlich stark einschätzten wie Sebastian Kienle, spielte seine Schwimmstärke aus. Nach 50:56 Minuten - nur Andy Potts war schneller - stieg der 33-Jährige nach 3,8 Kilometer aus dem Wasser, wurde dann allerdings vom Pech heimgesucht. Wie schon bei der Ironman-EM in Frankfurt hatte Frodeno einen Plattfuß. Dieses Mal war allerdings schnell ein Materialwagen zur Stelle und Frodeno konnte den Reifen rasch auswechseln.

Gegen Ende der Radstrecke legte Kienle nochmals zu und schüttelte Twelsiek ab. Nach eindrucksvollen 4:20:46 Stunden lagen die 180 Kilometer hinter Kienle, der Marathon zu diesem Zeitpunkt noch vor ihm. Den spulte er souverän ab und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. 8:14:18 Stunden benötigte er für die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den Marathon. Auf den zweiten Rang lief Ben Hoffman nach 8:20:32 Stunden, der nach Platz 16 im Vorjahr für die Überraschung des Tages sorgte. Jan Frodeno legte in 2:47:46 Stunden den schnellsten Marathon des Tages hin und sicherte sich so noch den dritten Platz trotz Radpanne und Zeitstrafe.

Mirinda Carfrae läuft neuen Rekord auf der Marathonstrecke

Lange Zeit sah es so aus, als könnte Mirinda Carfrae aus Australien ihren Sieg aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Zu groß war bereits der Abstand nach dem Schwimmen und Radfahren. Doch ein fulminanter Marathonlauf in 2:50:26 Stunden brachte ihr am Ende doch noch den Sieg. Platz zwei ging an die Schweizerin Daniela Ryf (9:02:57 Stunden) vor Rachel Joyce aus Großbritannien (9:04:23 Stunden). Julia Gajer lief bei ihrem Hawaii-Debüt auf einen beachtlichen sechsten Rang vor.

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