Inferno Triathlon 2015

Samuel Hürzeler mit coolem Kopf zum Sieg

Nicht nur das zusätzliche Mountainbiken machen den Inferno Triathlon im schweizerischen Mürren zu einem besonderen Rennen. Auch 5.500 Höhenmeter müssen überwunden werden.

Inferno Triathlon 2015 - Die Bilder
Inferno Triathlon 2015 1

Samuel Hürzeler kann sich nach 2011 und 2014 über seinen dritten Sieg auf dem Schilthorn freuen.

Bild: swiss-image.ch

Am Samstag, den 22. August fand im Berner Oberland ein ganz besonderer Triathlon statt. Beim Inferno Triathlon gilt es, nach 3,1 Kilometern schwimmen, 97 Kilometern Rennrad und anschließenden 30 Kilometer Mountainbike, noch 25 Kilometer zu laufen. Doch zwischen Start und Ziel liegen nicht nur 155 Kilometer, sondern auch insgesamt rund 5.500 Höhenmeter. Das macht den Inferno Triathlon zu einem der härtesten Rennen. Doch die traumhafte Kulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau entschädigen für die Strapazen.

Hürzeler gewinnt zum dritten Mal beim Inferno Triathlon 2015

Der Thuner Samuel Hürzeler (Inferno Sieger 2011 und 2014) gewann das harte Rennen vor dem lange führenden Jan van Berkel (Zweiter beim Ironman Zürich) und Felix Schumann (Inferno Sieger 2013) in einer Zeit von 8:57:53 Stunden. Erst im Kanonenrohr unter dem Schilthorn überholte Hürzeler van Berkel, lief dann aber souverän und ungefährdet seinem dritten Inferno Sieg entgegen. „Ich wusste gleich, dass ich nun gewinnen würde. An Jan‘s Körpersprache erkannte ich, dass dieser mir nicht mehr gefährlich werden könnte.“ Van Berkel sicherte sich so mit 9:05:28 Stunden den zweiten Platz vor Schumann mit einer Zeit von 9:09:18 Stunden.

Brenn mit neuem Streckenrekord beim Inferno Triathlon 2015

Nina Brenn (Inferno Siegerin 2008, 2009 und 2010) übernahm sehr früh auf dem Rennrad die Führung und baute von da an ihren Vorsprung auf die nachfolgenden Single-Athletinnen laufend aus. In einer Fabelzeit von 9:37:44 Stunden erreichte sie das Ziel. Das bedeutete einen neuen Streckenrekord. Dahinter spielte sich ein Krimi auf der Laufstrecke ab. Barbara Schwarz (10:20:33 Stunden) mobilisierte in der Endphase des Rennens nochmals all ihre Kräfte und überholte auf den letzten Metern die bis dahin an zweiter Stelle liegende Laurianna Plaçais (10:22:52 Stunden).

Team „Eitzinger Sports“ überlegene Sieger des Inferno Triathlons

Die Team Trophy des Inferno Triathlons, die gegenüber den Einzeltriathleten eine verkürzte Laufstrecke von Stechelberg nach Mürren verlangt, siegte das zu den Mitfavoriten zählende Team „Eitzinger Sports“ in 6:43:53 Stunden. Das zweite Vierergespann, das nach 7:08:48 Stunden im alpinen Sportzentrum Mürren einlief, war das Team „Radsport 360 Racing". Die Berner Oberländer Teams überzeugten mit dem dritten Platz in 7:12:25 Stunden („Suuri Scheiche BEO TRI 1“) und vier weiteren Top-Ten-Resultaten. Auch das schnellste, reine Frauenteam war aus dem Berner Oberland: Caroline Zimmermann, Brigitte Leuthold, Catherine Lohri und Claudia Kahl des "Radsport Gross Team Cérvelo" konnten die 5.500 Höhenmeter als Erstplatzierte in 8:27:20 Stunden bezwingen.

Während des Rennens stets im Hintergrund: Eiger, Mönch und Jungfrau sorgen für eine traumhafte Kulisse.

Bild: swiss-image.ch

Bei den Couples gewann das Zweiergespann „Team Polarkreis“ mit 8:03:01 Stunden (Barbara Lehmann und Oliver Lehmann) in der Mixed-Kategorie, das Team „LSV Basel / Rochat Cycles“ (Valérie Meyer, Liardet Barbara), das nach 8:52:23 Stunden das Ziel erreichte, in der Damen-Kategorie und das „Team Imboden Bike / pschebizin“ (Jens Roth und Peter Schermann) mit einer Zeit von 7:32:43 Stunden in der Herren-Kategorie.

Routiniers gewinnen Halbmarathon souverän

Billy Burns und Daniela Gassmann – so heißen die Sieger des Inferno Halbmarathon 2015. Die beiden Berglauf-Routiniers prägten das Rennen von Beginn an und liefen mit grossem Abstand vor ihren Kontrahenten durch das Ziel auf dem Schilthorn. Der 46-jährige Wahlschweizer Burns legte die 2175 Höhenmeter auf 21,1 Kilometern in 2:03:48 Stunden zurück. „Ich kenne meinen Körper und nach zehn Minuten Rennzeit wusste ich, dass heute ein guter Tag ist“, so Burns, der auch schon mehrfach auf dem Podest renommierter Bergmarathons stand. Daniela Gassmann bestätigte mit ihrem heutigen Start-Ziel-Sieg in 2:20:16 Stunden ihren letztjährigen Triumph am Schilthorn.

Die anspruchsvolle Strecke auf das Schilthorn konnte auch als Staffel absolviert werden. Die drei Athleten von „TV Länggasse“ gewannen in 3:01:06 Stunden die Damen-Staffel, die „Skyrunners“ mit 2:37:46 Stunden die Herren-Staffel und das Team „Reichenbach/Oehrli/Reichenbach“ mit 2:43:51 Stunden die Mixed-Staffel.

Hartes Rennen – harter Einsatz von 800 Helfern beim Inferno Triathlon 2015

Ziel des legendären Inferno Triathlons, der dieses Jahr bereits zum 18. Mal ausgetragen wurde, ist der Schilthorngipfel auf 2970 Meter über Meeresspiegel mit seinem atemberaubenden 360-Grad-Panorama und bester Sicht auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Der 25 Kilometer lange Berglauf auf diesen berühmten Gipfel bildet den krönenden Abschluss eines unglaublich harten Rennens.

Solche Distanzen zu bewältigen erfordert Höchstleistungen. Doch ebenso muss das Organisations-Komitee mit seinen 800 freiwilligen Helfern Spitzenleistungen erbringen. Nur dank eines eingespielten Teams, das sich voller Leidenschaft für den Sport, den Anlass und die Athleten einsetzt, ist es möglich, ein Rennen über eine solch lange Distanz mit dem Ziel auf einem der schönsten Berner Oberländer Berggipfel professionell durchzuführen. Die Organisatoren zeigen sich auch mit dem Verlauf der Rennen sehr zufrieden zumal geradezu perfektes Wettkampfwetter herrschte. Die Veranstaltungen blieben von größeren Zwischenfällen verschont.

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