Gewinner Denis Giffeler

Professionell vorbereitet zum Ironman in Frankfurt

Dr. Denis Giffeler, Gewinner der "Viano Chance" von Mercedes-Benz, berichtet kurz vor seinem Ironman in Frankfurt von seiner Vorbereitung mit professioneller Unterstützung.

The Viaono Chance

Denis Giffeler ist der Gewinner eines Ironman-Frankfurt-Startplatzes und einer dazu passenden Vorbereitung.

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Allen Triathlon-begeisterten Usern von runnersworld.de bot Mercedes-Benz Viano ein einmaliges Gewinnspiel: “The Viano Chance – Road to Frankfurt” ermöglichte die letzte Chance auf einen der allerletzten, heiß begehrten Startplätze für die bereits seit Monaten ausverkaufte IRONMAN European Championship am 7. Juli 2013 in Frankfurt am Main.

Der Gewinner Dr. Denis Giffeler wird nicht nur am Sonntag am Sonntag in Frankfurt starten, sondern erhielt zusätzlich ein professionelles Leistungspaket mit zwei wissenschaftlich durchgeführten Leistungsdiagnostiken an der Universität Mainz, individuell ausgearbeiteten Trainingsplänen, zwei Trainingseinheiten und einer Technikschulung. Die Profi-Triathletin und ehemalige IRONMAN Europameisterin Andrea Steinbecher sowie der 38-malige IRONMAN Finisher Uwe Widmann coachten Denis Giffeler in der Trainingsphase und werden ihn auch beim Wettkampf in Frankfurt unterstützen.

Dennis Giffeler berichtet über seine Erfahrungen während seiner Vorbereitung:

Dieser Text entsteht kurz vor dem Event: Ironman Frankfurt. Als einer der Gewinner der Ausschreibung »The Viano Chance Road to Frankfurt« darf ich hier meine Erfahrungen aus der Vorbereitung zusammenschreiben. Das ist mein zweiter Ironman - Pro-Tipps könnt ihr von mir also nicht erwarten. Ich bin Amateur. Ich mag Laufen. Und Radfahren. Spaß und Gesundheit stehen bei mir während der Vorbereitung ganz klar vorne.

Professionelle Leistungsdiagnostik in der Universität Mainz.

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Neben einer natürlich auch marketing-orientierten Betreuung stehen bei »The Viano Chance« vor allem die Begleitung durch Profi-Triathleten und zwei Termine zur Leistungsdiagnostik am Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg Uni in Mainz im Vordergrund. Das Team rund um Prof. Perikles Simon macht das alles hochprofessionell. Hat ein wenig was von Astronautentest: auf dem Laufband mit Atemmaske. Alle paar Minuten Blut aus dem Ohrläppchen.

Irgendwo bei 18 km/h war bei mir Schluss. Ist ungewohnt, nicht durch die Nase atmen zu können, und der fehlende Fahrtwind tut sein Übriges. Am Ende der Diagnostik steht die Bescheinigung über die Tauglichkeit zur Teilnahme am Wettkampf.

Björn Sterzings Voraussagen über meine maximale Leistung haben sich beim Marathon in Hamburg und auf der 100 km langen Strecke in Biel bestätigt. Übrigens: Ein Ultra-Marathon ist nicht die ideale Vorbereitung für eine Tria-Langdistanz. Danke für den Hinweis, Björn.

Hatte ich auf meiner ersten Langdistanz noch eine beidseitige Achillodynie - auf Deutsch: meine Achillessehnen haben geschmerzt wie Sau! - so hab ich diesmal nur eine ISG-Blockade. Aber irgendwas ist ja immer. Meine Achillessehnen-Probleme hab ich durch Einnahme von Orthomol Tendo und konsequentes Dehnen in den Griff bekommen. Ich kann das nur empfehlen: Fußballen auf eine Treppenstufe stellen und die Ferse ca. 15-mal so tief wie möglich absenken und danach wieder über die Zehenspitzen hochstemmen.

Mein ISG zwickt immer dann, wenn ich beim (Vorfuß-)Laufen zu sehr ins Hohlkreuz falle und zu viel am Schreibtisch hocke. Die Anwendung der Blackroll und manuelle Therapie helfen hier – meistens – wenn auch nur kurzfristig. Langfristig muss ich die tiefe Bauchmuskulatur stärken.

So ein Wettkampf ist ja auch wieder mal eine gute Gelegenheit über die Anschaffung von Equipment nachzudenken. Im Gewinnpaket war auch die Ausstattung mit Skinfit Wettkampfbekleidung inbegriffen. Wie bei dem Namen nicht anders zu erwarten, passen die Sachen perfekt. Danke, Mario Konrad!

The Viaono Chance2

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Denis Giffeler ist auch Material-technisch optimal vorbereitet.

Normalerweise fahre ich kein Aero-Rad. Desto mehr hat mich interessiert, ob ein Zeitfahrrad auf einer Langdistanz etwas bringt. Über einen persönlichen Kontakt habe ich eine wundervolle Maschine (Speedmax-CF) von Canyon aus Koblenz für den Wettkampf bekommen. Andreas Walzer hat sich für die Anpassung sehr viel Zeit genommen. Ich hätte nicht gedacht, dass das Feintuning der Sitzposition so viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Von Markus Konrad von der Sport-Hochschule in Köln habe ich wertvolle Tipps zur Sitzposition bekommen. Entlastet die Beine schon erheblich. Danke Markus!

Solestars Einlagen für meine Radschuhe von Kom*Sport in Köln waren dann noch das Tüpfelchen auf dem i. Oliver Elsenbach hat die innerhalb von einer Stunde für mich angepasst. Die Einlagen machen sich bei langen Strecken definitiv bemerkbar.

Von den Pro’s Andrea Steinbecher und Uwe Widmann wurden Trainingspläne erstellt, die sich an den in der Leistungsdiagnostik ermittelten Parametern orientieren. Ich habe durchschnittlich zwei Stunden pro Tag für das Training in der Vorbereitungszeit investiert. Hinzu kommt noch die Zeit für etwas Stretching und den »Sonnengruß«. Der famose Sommer hat dazu geführt, dass ich den größten Teil des Radtrainings auf der Rolle absolviert habe. Meine Bushido stellt unterschiedliche Programme bereit, um Anstiege zumindest zu simulieren. Ich habe meistens versucht in einem Bereich um die 300 Watt zu fahren, aber nie länger als zwei Stunden.

Beim Lauftraining am Rhein und im Siebengebirge habe ich nur selten wirklich lange Dinger eingeplant. Maximal 30km. Tempohärte hole ich mir entweder auf der Bahn oder über »HIT« Training von 10 bis 15km. Das Training mit dem Bonner Stadtmeister Torsten Schneider auf der Marathonstrecke hilft, den inneren Schweinehund zu besiegen. Hauptsache, man fällt nicht in einen langsamen Trott.

Ach ja: Im Neo bin ich auch ein paar Mal geschwommen. Training kann man das nicht nennen, aber ich werde auf dem Rad und beim Laufen wirklich langsam, wenn ich zu viel Zeit auf das Schwimmen verwende. Hab ich schon geschrieben, dass ich Schwimmen nicht besonders mag? Ich habe den Eindruck, dass mir »Total Immersion« beim Schwimmen etwas geholfen hat.

Ich hab lange überlegt, ob ich was zum Thema Ernährung während der Vorbereitungszeit schreiben soll. Nach dem Motto »Er hat Jehova gesagt« (Monty Python: Das Leben des Brian) wird’s da leider schnell politisch. Milch verschleimt (oder auch nicht), Kohlenhydrate ja, Fett nein - oder alles anders. Also: Ich frühstücke gerne zu früher Morgenstunde meine basische Hirsepampe und ansonsten esse ich, was mir schmeckt. Und so viel ich mag. Auf Alkohol und Schokolade verzichte ich nur in den letzten Wochen vor Wettkämpfen.

Ich bin sehr gespannt auf Frankfurt. Vielleicht knacke ich diesmal die 10 Stunden. Vielleicht auch nicht. In jedem Fall habe ich durch The Viano Chance nette Menschen kennengelernt. Besonders bedanken möchte ich mich bei Almuth Zwilling von der World Triathlon Corporation sowie Konstantin Giannios und Patrick Weiland von der LEDAVI GmbH. Meiner Trainerin Andrea Steinbecher habe ich das Leben sicher nicht leicht gemacht. Danke für Deine Geduld, Andrea.

Allen Teilnehmern in Frankfurt, vor allem aber meinen Mitstreitern Christina Wegener, Alexander Claas und Martin Landau wünsche ich viel Spaß!