ITU World Triathlon Hamburg 2016

Mola und Zaferes siegen in der Hansestadt

Knapp 5.000 Age-Group-Triathleten, über 100 Profis und 140.000 Zuschauer sorgten am ersten Tag des langen Triathlon-Wochenendes für Festtags-Stimmung in der Hamburger Innenstadt.

ITU World Triathlon Hamburg 2016 - Die Bilder
ITU World Triathlon Hamburg 2016 Siegerin Katie Zaferes

Die US-Amerikanerin Katie Zaferes gewann beim ITU World Triathlon Hamburg 2016 ihren ersten Weltcup.

Bild: Thomas Sobczak

Insgesamt knapp 5.000 Age-Group-Triathleten, über 100 Profis und 140.000 Zuschauer sorgten am ersten Tag des langen Triathlon-Wochenendes für Festtags-Stimmung in der Hamburger Innenstadt. Am Samstag, den 16. Juli, dem ersten Tag des großen Triathlon-Wochenendes in Hamburg, machten rund 5.000 Age-Group-Triathleten auf der Sprintdistanz den Auftakt für den ITU Weltcup im Anschluss. Zwar fiel der Kurzdistanz-Weltmeister Javier Gómez aus Spanien verletzungsbedingt aus, doch ging der Sieg beim ITU World Triathlon Hamburg 2016 dennoch an einen Spanier. Sein Landsmann Mario Mola lief nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen nach 52:19 Minuten als Erster über die Ziellinie. Das Frauenrennen entschied die US-Amerikanerin Katie Zaferes in 57:03 Minuten für sich.

Für runnersworld.de waren unsere Fotografen Thomas Sobczak und Thomas Koch beim ITU World Triathlon Hamburg 2016 vor Ort. Ihre schönsten Bilder vom Jedermann- und vom Weltcup-Rennen finden Sie in den Bildergalerien ober- und unterhalb dieses Artikels.

Um 18:46 Uhr wurden die 59 Profi-Männer in die Binnenalster geschickt. Nachdem die Ersten die 750 Meter in unter neun Minuten zurückgelegt hatten, sprinteten die Profis in die Wechselzone und auf ihre Räder. Besonders attraktiv für Zuschauer stellt sich hier immer die Zieldurchfahrt dar. Direkt an der von unzähligen jubelnden Fans besetzten Tribüne gehen die Weltcup-Athleten auf ihre nächste Runde. Bereits als Führender stellte Mario Mola sein Rad ab und spurtete auf die 5-km-Laufstrecke. Zwar konnte er wie im vergangenen Jahr die 14-Minuten-Marke nicht unterbieten, lief aber in hochklassigen 14:17 Minuten die schnellste Split-Zeit. Folglich ging der Sieg in 52:19 Minuten für Kurzdistanz-Verhältnisse recht deutlich an den Spanier. Auf den zweiten Rang lief der Australier Jacob Birthwhistle, der nach 52:36 Minuten die Ziellinie überquerte. Auf die Sekunde zeitgleich, aber im Zielfoto dahinter, beförderte er den Spanier Fernando Alarza auf den dritten Rang. Kurz zuvor hatte der Südafrikaner Richard Murray zwar als Zweiter die Ziellinie überquert, musste aber aufgrund eines Wechselfehlers eine zehnsekündige Zeitstrafe absitzen. Murray machte seinem Ärger darüber jedoch derart Luft, dass er schließlich disqualifiziert wurde.

Jonathan Zipf mit Platz zehn bester Deutscher

Ein starkes Rennen absolvierte auch Jonathan Zipf. Nur 40 Sekunden nach dem Sieger Mola lief Zipf nach 52:59 Minuten als Zehnter über die Ziellinie. Mit 27:58 Minuten zeigte er besonders auf dem Rad mit der viertschnellsten Zeit eine starke Leistung. Gregor Buchholz und Franz Loeschke platzierten sich mit den Rängen 15 und 17 auch im vorderen Feld.

$(h2:US-Amerikanerin Katie Zaferes rennt zum Sieg beim ITU World Triathlon Hamburg 2016)$Genau 123 Minuten vor den Profi-Männern wurde das ebenfalls 59 Athleten starke Feld der Profi-Frauen auf die Strecke geschickt. Nicht ganz so überlegen wie der Spanier Mario Mola bei den Männern, aber dafür umso überraschender, gewann Katie Zaferes ihren ersten Weltcup. Der Sieg kam wohl auch für sie eher unerwartet. Umso mehr freute sich die US-Amerikanerin. Dabei profitierte Zaferes auch vom nicht so starken Auftritt der zweifachen Hamburg-Siegerin Gwen Jorgensen, die zwar als stärkste Läuferin im Feld gilt, aber nach dem Radfahren schon eine knappe Minute zurücklag. Nichtsdestotrotz lief Zaferes in 16:17 Minuten die zweitschnellste Zeit und gewann so in 57:03 Minuten. Die Niederländerin Rachel Klamer belegte nach 57:14 Minuten den zweiten Platz vor der heranstürmenden Gwen Jorgensen, die 15 Sekunden später im Ziel war. Dank der schnellsten Laufzeit von 15:44 Minuten konnte sich die Landsfrau von Zaferes unglaubliche 44 Plätze nach vorne katapultieren.

Ein weiteres Top-Ten-Resultat erkämpfte sich die 20-jährige Laura Lindemann - für Rio ist sie dennoch nicht nominiert worden.

Bild: Thomas Sobczak

Laura Lindemann erneut unter den Top-Ten beim ITU World Triathlon Hamburg 2016

Ein weiteres Top-Resultat gelang auf dem neunten Platz der 20-jährigen Laura Lindemann. Sie war in 58:03 Minuten gleichzeitig auch beste Deutsche an diesem Tag. Nach 58:24 Minuten schaffte es Hanna Philippin als 18. noch unter die ersten 20.

Knapp 5.000 Age-Group-Athleten machen den Auftakt ins Hamburger Triathlon Wochenende 2016

Schon ab neun Uhr wurden auch die knapp 5.000 Age-Group-Triathleten in die Binnenalster geschickt. 500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer laufen beinhaltete die Sprintdistanz. Diese konnte Birger Jörgensen in 1:03:49 Stunden deutlich für sich entscheiden. Dahinter behauptete Pascal Friedhoff in 1:05:21 Stunden den zweiten Platz. Nur fünf Sekunden später komplettierte Daniel Koppenhöfer, der nach 1:05:26 Stunden ins Ziel lief, das Podium der schnellsten Männer. Auch Nina Rosenbladt machte es bei den Frauen am Ende wenig spannend. Sie gewann in 1:12:26 Stunden vor der Dänin Petrine Stryhn, die 1:14:54 Stunden benötigte. Platz drei sicherte sich Anke Lakies nach 1:15:47 Stunden.

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