Ironman 70.3 Berlin

Michael Raelert siegt im Alleingang, Jenson Button mit persönlichem Rekord

Michael Raelert begann seine Wettkampf-Saison mit einem Sieg beim IRONMAN 70.3 in Berlin. Auch Formel-1-Pilot Jenson Button war am Start. Er lief persönliche Bestzeit.

Raelert Ironman 70.3 Berlin

Michael Raelert siegt beim IRONMAN 70.3 Berlin.

Bild: SCC-EVENTS/Petko Beier

Aus dem Wasser kam er nach 1,9 Kilometer in einer dreiköpfigen Spitzengruppe, dann fuhr Michael Raelert auf dem Rad seinen beiden und allen restlichen Konkurrenten auf und davon (90 km), um schließlich auf der Halbmarathonstrecke einem klaren Sieg entgegenzulaufen.

Michael Raelert war nervös vor dem Start wie selten zuvor, schließlich war dies sein erster Start dieses Jahr, und die IRONMAN-Europameisterschaft am 7. Juli in Frankfurt ist schließlich nicht mehr weit entfernt – sein erster Saisonhöhepunkt 2013. Der IRONMAN 70.3 Berlin passte daher dem 32-jährigen gebürtigen Rostocker als Formtest gut ins Programm. Michael Raelert, der seit einem guten halben Jahr in Berlin lebt, wollte in seiner Neu-Heimat ein Zeichen setzen. Letztlich lief es wie geschmiert für den jüngeren der beiden Raelert-Brüder, die im Triathlon schon einiges an Meriten gesammelt haben.

„Ich bin froh und glücklich, dass ich hier so gut durchkam“, erklärte Michael Raelert, dem beim Zieleinlauf nach 3:46:56 Stunden ein großer Stein vom Herzen zu fallen schien, schließlich hatte er in diesem Jahr vor seinem Start in Berlin noch kein Wettkampfergebnis vorzuweisen. „Die Radstrecke war hart durch die vielen Wenden, das hat mir fürs Laufen Kraft genommen“, so Raelert. Deutlich hinter Raelert kämpften zwei Schwaben um die restlichen Podestplätze. Michael Göhnert (Reutlingen, 3:51:30) setzte sich dabei gegen Per Bittner (Sigmaringen, 3:52:14) durch, lief ihm auf der zweiten Laufrunde weg und hatte im Ziel eine dreiviertel Minute Vorsprung.

Bei den Frauen gestaltete sich das Rennen etwas spannender im Kampf um den Sieg. Die Kanadierin Rachel Mc Bride, Dritte der ITU (Interationaler Triathlon Verband) Langdistanz-WM 2013 in Belfort (Frankreich) ging zusammen mit der Chilenin Barbara Riveros Diaz auf die Laufstrecke, konnte aber im Laufe der 21 km nicht mithalten und fiel bis ins Ziel, das sie nach 4:23:48 Stunden erreichte, noch auf den dritten Platz zurück. Zweite wurde Katja Konchak aus Nordhausen nach 4:21:05 Stunden. Die Chilenin, die in 4:16:10 Stunden finishte, hatte im Ziel einen komfortablen Vorsprung von knapp fünf Minuten.

Nicht nur im Rennwagen schnell unterwegs: Formel-1-Pilot Jenson Button.

Bild: SCC-EVENTS/Camera4

Formel-1-Pilot Jenson Button, Weltmeister von 2009, zeigte eine für seine Verhältnisse großartige Vorstellung und verbesserte mit 4:19:52 Stunden seine persönliche Bestleistung um zehn Minuten (Platz 30 in seiner Altersklasse M30-35).

1.100 Triathleten aus 50 Ländern hatten sich angemeldet, davon 41 Profis (13 Frauen). Geschwommen wurde in der Spree am ehemaligen Osthafen (1,9 km). Die Radstrecke (90 km) führte von der Spree durch Kreuzberg und Neukölln nach Tempelhof, wo drei Runden auf dem Tempelhofer Feld mit einem Schwenk über den Mehringdamm zurückzulegen waren. Der anschließende Halbmarathon fand ebenfalls auf dem ehemaligen Flughafengelände statt.