Triathlon-Staffel

Mehr Spaß zu dritt

Eine Triathlon-Staffel ist Herausforderung und Team-Erlebnis. Drei Redakteure haben es bei der Challenge Copenhagen ausprobiert. Ein Erlebnisbericht.

Markus Stenglein

Auf und neben dem Rad macht Markus Stenglein eine gute Figur. Den Schwimmpart überlässt er aber gerne Arndt und den Marathon Britta.

Bild: privat

Arndt Ziegler
Alter: 33 Jahre
Disziplin: 3,8 km Schwimmen

Markus Stenglein
Alter: 38 Jahre
Disziplin: 180 km Radfahren

Britta Heinemann
Alter: 31 Jahre
Disziplin: 42 km Laufen

6.00 Uhr, Arndt: Verdammt, ich hab schlecht geschlafen. Ich bin nervös. In zwei Stunden geht’s los, denn als Schwimmer bin ich der Erste unserer Staffel. Ich mache mich fertig, packe meine Tasche und treffe mich mit Markus zum Frühstück. Auch er wirkt angespannt. Es tut echt gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.

7.45 Uhr, Arndt: Noch 20 Minuten bis zum Start. Das Einschwimmen lief gut – fünf Minuten inklusive drei bis vier schnellen Antritten über je 15 Meter – damit der Or­ganismus auf Trab kommt, man ein Gefühl fürs Wasser kriegt und den Körper auf die Tempowechsel im Rennen vorbereitet. Ich fühle mich gut. Fit. Bereit! Den letzten Motivationskick gibt mir Markus: Wir klatschen ab, er wünscht mir viel Erfolg – und ich merke, dass er an mich glaubt. Das pusht.

8.02 Uhr, Arndt: Noch drei Minuten. Links, rechts, links, rechts. Nervös tippele ich von einem Fuß auf den anderen. Ich habe echt Respekt vor dem, was kommt. Denn meine Zeit als Vereinsschwimmer ist gut zehn Jahre her, und damals hieß es für mich meist 100 statt 3.800 Meter und Hallenbad statt Freiwasser.

Arndt Ziegler macht sich Startklar für die erste Herausforderung der drei Triathlon-Disziplinen.

Bild: privat

8.04 Uhr, Arndt: Ich habe mir eine Startposition recht weit vorn gesucht, um dem Gedränge am Start zu entgehen. Aus dem Lautspre­cher dröhnt es: „Athletes, 20 seconds to go!“ Ein letzter Blick zu Markus. Sein Daumen schnellt nach oben. Okay, los jetzt! „5, 4, 3, 2, 1.“ Tröööt! Die 300 Meter bis zur ersten Boje gehe ich schnell an. Zu schnell. Mein Herz rast, ich schnappe hastig nach Luft. Ein klassischer Anfängerfehler: Überhastet loszulegen, wenn die Masse von hinten drängt. Das Ergebnis: Ich rotiere zu stark, meine Lage wird unsauber. Ein Aktiver vor mir ist die Rettung. Ich schwimme an ihn heran, hänge mich in seinen Wasserschat­ten. So spare ich Kraft, kann durchpusten.

8.05 Uhr, Markus: Arndt ist im Wasser, Countdown für mich. Ab in die Wechsel­zone, letzter Material­-Check. Tacho auf null, noch ein Riegel. Britta schlummert sicher noch. Wenn’s gut läuft, startet sie um zwei.

8.15 Uhr, Britta: Im Hotelzimmer wird es hell, ich schlage die Augen auf. Erst noch mal umdrehen. Das fiese frühe Aufstehen wie beim Marathon kann ich mir sparen. Wie geht’s Arndt wohl? Der quält sich im kalten Wasser, während ich mich in die wei­che Decke kuschele. Er tut mir etwas leid.

8.20 Uhr, Arndt: Hätte ich mir vor wenigen Minuten am liebsten Schwimmflügel umgeschnallt, merke ich jetzt, dass mein Sechs-­Wochen­-Training nicht umsonst war. Ich habe mei­nen Rhythmus gefunden, ziehe gleichmäßig und mache mich bei jedem Zug schön lang. Langsam fängt es an, mir Spaß zu machen. Ein beruhigendes, ein tolles Gefühl!

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Arndt schwimmt 53:02 Minuten

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