Triathlon-Staffel

Markus muss kämpfen

Markus will die 180 Kilometer unter 5 Stunden fahren. Die Strecke ist nicht eben, er muss kämpfen. Britta bereitet sich derweil am Frühstückstisch auf ihren Marathon vor.

9.15 Uhr, Markus: Soll ich einen Gang rausnehmen, um den Puls zu beruhigen? Laut Plan brauche ich einen 36er-­Schnitt, um die 5:00 Stun­den zu knacken. Ohne Windschatten. Solo.

9.20 Uhr, Markus: Ich rupfe das erste Energiegel vom Oberrohr. Mein Coach hat mir gesagt, dass ich von Anfang an alle 20 Minuten ein Gel verdrücken soll. Insgesamt habe ich knapp 2.000 Kalorien meines Lieblingsgels an meiner Aero-­Maschine verklebt.

9.25 Uhr, Markus: Hoppla! In der Stadt ist die Strecke sehr verwinkelt, führt teilweise über Fuß­gängerbrücken mit Drängelgitter. Hoffent­lich versaut das nicht meinen Schnitt.

Britta Heinemann.

Bild: privat

9.30 Uhr, Britta: Frühstück! Richtiges Frühstück, ich muss ja erst mittags starten. Mit Markus’ Familie sitzen mein Freund und ich im Frühstücksraum. Arndt wird längst aus dem Wasser sein. Nach 3,8 Kilometern Schwim­men. Unvorstellbar, so weit zu schwimmen. Und er braucht keine Stunde dafür. Jetzt ist Markus dran, in fünf Stunden will er die 180 Kilometer abreißen. Hammer!

9.58 Uhr, Markus: Die Strecke führt nach Norden, am Meer entlang. Der leichte Nieselregen hat sich verzogen. Die Temperatur ist aber mit 15 Grad frisch, und es ist windig. Ich mache Druck, Tempo in der Ebene: stabil bei 38.

10.01 Uhr, Britta: Yeah, Arndt ist da! Er sieht fertig aus, grinst aber über beide Ohren. Jetzt beneide ich ihn. Und werde nervös. Er hat eine geile Leistung hingelegt, Markus ist auch top vorbereitet. Kann ich da mithal­ten? Ich bin zwar schon sieben Marathons gerannt, aber diesen laufe ich ohne eine spezielle Vorbereitung. Ich bin nämlich erst vor drei Tagen für den geplanten Läufer eingesprungen, der sich verletzt hat.

10.03 Uhr, Arndt: Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ein Croissant sooo lecker schmecken kann. Und diese Marmelade erst! Erschöpft, aber gleichzeitig noch euphorisiert vom Rennen, sitze ich im Frühstücksraum unseres Hotels. Wie es Markus jetzt wohl geht?

10.54 Uhr, Markus: Ich hätte erwartet, dass Dänemark flacher ist. Im Hinterland ähnelt die Stre­cke einer Achterbahn. Konstantes Tempo? Forget it! Der Schnitt fällt ab. Weiter kämp­fen, nur Fledermäuse lassen sich hängen!

10.57 Uhr, Arndt: Aaaah, die heiße Dusche tut gut. Seit zehn Minuten lasse ich schon Wasser über meine bei der kleinsten Bewegung verkrampfende Muskulatur fließen. Genug jetzt, schnell fertig machen und ab an die Strecke, um Markus und Britta anzufeuern!

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