Ironman 70.3 St. George

Frodeno gewinnt, Bracht auf Rang 16 beim Ironman 70.3 St. George

Olympiasieger Jan Frodeno konnte beim Ironman 70.3 St. George den dritten Mitteldistanz-Sieg dieser Saison einfahren. Timo Bracht belegte im US-Bundesstaat den 16. Platz.

Timo Bracht

Timo Bracht landete auf Rang 16 beim Ironman 70.3 St. George.

Bild: POWER HORSE Triathlon Team

Dritter Start, dritter Sieg bei einer Triathlon-Mitteldistanz für Jan Frodeno in diesem Jahr. Der Olympiasieger von 2008 konnte sich beim Ironman 70.3 St. George im US-Bundesstaat Utah gegen die starke Konkurrenz durchsetzen - bis zuletzt war der Ausgang des Rennens ungewiss und erst auf den letzten Metern fiel die Entscheidung. Timo Bracht sicherte sich einen soliden 16. Platz, Sebastian Kienle schaffte den Sprung in die Top 10.

Für Frodeno begann das Rennen im US-Bundesstaat Utah nicht nach Maß. Denn der Ex-Kurzdistanzler ist es gewohnt die erste Disziplin, das 1,9 Kilometer lange Schwimmen, zu dominieren. Doch beim Ironman 70.3 St. George kam er beim Schwimmen nicht so richtig weg. Zwar stieg Frodeno als Zweiter nach dem Ex-Leistungsschwimmer Andy Potts, der erwartungsgemäß außer Konkurrenz schwimmt, nach rund 23 Minuten aus dem Wasser, jedoch dicht gefolgt von einer 21 Mann starken Verfolgergruppe, der auch Timo Bracht angehörte. Für den Eberbacher und mehrmaligen Ironman-Sieger hätte das Rennen keinen besseren Auftakt finden können. Sebastian Kienle, der wohl stärkste Radfahrer im Feld, verlor auf die Spitzengruppe drei Minuten - viel für eine Mitteldistanz, aber für Kienle beinahe Routine.

Jan Frodeno setzt beim Ironman 70.3 St. George alles auf eine Karte

Denn der Doppel-70.3-Weltmeister weiß um seine Radstärke. Doch in Utah sollte er nicht so recht rankommen an die Spitze. Trotz der schnellsten Radzeit des Tages, gelang ihm nicht der Sprung in die Führungsgruppe: zu konstant hoch war das Tempo während der 90-Rad-Kilometer vorn. Allen voran Tim Don, Terenzo Bozzone und Brent McMahon machten mächtig Druck auf dem Rad, sodass auch Frodeno kurz vor Ende der zweiten Disziplin abreißen lassen musste. Auch für Timo Bracht war das Tempo zu hoch, der schon bei Kilometer 60 der Radhatz nicht mehr folgen konnte.

Mit etwa einer Minute Rückstand zu den Führenden ging Frodeno auf die Laufstrecke - seine Paradedisziplin. Schnell machte er Zeit gut und schob sich von Kilometer zu Kilometer während des Halbmarathons immer näher an seine Konkurrenten heran. Doch nach der Hälfte lag der Abstand auf die beiden Führenden McMahon und Don immer noch bei einer Minute, sodass "Frodo", wie sein Spitzname lautet, volles Risiko ging und binnen weniger Kilometer 45 Sekunden gutmachte. In einem packenden Endspurt legte er dann nochmals eine Schippe drauf und zog an seinen beiden Kontrahenten vorbei. Das bedeutete nicht nur sein dritter Ironman-70.3-Sieg, sondern auch die schnellste Halbmarathonzeit des Tages (1:09:12 Stunden).

Sebastian Kienle belegte nach 1:12:35 Stunden im Halbmarathon noch Platz zehn. Das gelang Timo Bracht nicht mehr, der sich mit Rang 16 begnügen musste. "Die Platzierung ist nicht der Hammer", resümierte Bracht im Anschluss ans Rennen. Insbesondere mit dem Schwimmen, eigentlich die schwächste Disziplin von ihm, konnte Bracht äußerst zufrieden gewesen sein. "Ich konnte nicht mehr ganz vorne mitgehen", erklärt Bracht und "dann ist man in so einem Wettkampf ruck zuck aus den Top10."

Knapper Ausgang im Frauenrennen beim Ironman 70.3 St. George

Ähnlich eng ging es im Frauenrennen zu, das Meredith Kessler nach 4:11:53 Stunden für sich entscheiden konnte. Nachdem die US-Amerikanerin ganz vorn aus dem Wasser stieg, musste sie beim Radfahren die Konkurrenz fahren lassen. Erst auf dem anschließenden Halbmarathon machte sie ihren Sieg perfekt. Auf Platz zwei und drei folgten ihr Jodie Swallow in 4:12:29 Stunden und Heather Wurtele in 4:14:31 Stunden.

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