Carbo-Loading

Das Prinzhausen-Prinzip

Das Carbo-Loading Prinzip nach Prinzhausen verkürzt die Aufladephase der klassischen Saltindiät von drei auf zwei Tage.

Das Prinzhausen-Prinzip

Auch die Ernährung will auf den Wettkampf vorbereitet sein: Das „Prinzhausen-Prinzip" ist eine Variante des Carbo-Loadings.

Bild: istockphoto.com/vndrpttn

Im Sommer 2010 las ich das Buch „Das Prinzhausen-Prinzip“ meines Kollegen Jan Prinzhausen. Darin griff er die Saltindiät wieder auf und verkürzte die Carbo-Loading-Phase von drei auf zwei Tage. Er begründet das damit, dass eine kohlenhydratreduzierte Ernährung und Ausdauersport sowie das Wiederauffüllen der Muskelglykogenspeicher nach deren Entleerung die Bildung der Kohlenhydrattransporter erhöhen. Das bedeutet, dass die Muskulatur befähigt wird, mehr Zucker aus dem Blut aufzunehmen. Mehr Zucker in der Muskelzelle ermöglicht es wiederum, intensivere Belastungen, wie die beim Triathlon länger durchzuhalten. Für die Erhöhung der Kohlenhydrattransporter benötigt der Körper nur 12 bis 24 Stunden. Somit reichen zwei Kohlenhydrataufladetage aus.

Da mir die Carbo-Loading-Phase nicht sonderlich gut schmeckt, beschloss ich, beim nächsten Marathon das Prinzhausen-Prinzip anzuwenden. Gemäß der Saltindiät aß ich in den Wochen zuvor protein- und fettreich in Kombination mit stärkearmem Gemüse, Salat und Pilzen. Beim Tempotraining am letzten Mittwochabend vor dem Wettkampf fühlte ich mich gut, mein Körper verlangte immer noch keine Kohlenhydrate. Zum Donnerstagabend hin stieg mein Appetit auf Pasta an, und am Freitagmorgen war es dann endlich so weit. Ich aß die folgenden zwei Tagen Brot mit Marmelade, Nudeln und Reisgerichte bis zum Abwinken. Meinen Marathon bestritt ich mit einer Zeit von 3:34 Stunden.

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