Ironman Hawaii 2011

Chrissie Wellington und Craig Alexander siegen in Hawaii

Beim Ironman auf Hawaii siegte Craig Alexander mit neuem Streckenrekord (8:03:56 Stunden). Topfavorit Andreas Raelert wurde Dritter. Chrissie Wellington hieß zum vierten Mal die Siegerin.

Andreas Raelert

Andreas Raelert, hier beim Sieg der Challenge Roth 2011, wurde beim Ironman Hawaii Dritter in 8:11:07 Stunden.

Bild: Norbert Wilhelmi

Beim prestigeträchtigen Ironman Hawaii schaute in diesem Jahr die ganze Welt gespannt auf Andreas Raelert, der nach seiner Weltbestzeit bei der Challenge Roth 2012 als haushoher Favorit gehandelt wurde. Am Ende reichte es für den 35-Jährigen trotz persönlicher Bestzeit in Hawaii (8:11:07 Stunden) nur für Platz drei. König von Kona wurde der Australier Craig Alexander, der sich nach einem dritten Platz im Vorjahr eindrucksvoll mit neuem Streckenrekord in 8:03:56 Stunden zurückmeldete. Bei den Frauen machte Chrissie Wellington ihren vierten Hawaii-Sieg perfekt und gewann in 8:55:08 Stunden. Für die deutschen Männer sollte es ein guter Tag werden. Insgesamt vier Athleten erkämpften sich einen Platz in den Top 10.

Denkbar ungünstig begann das Rennen für Andreas Raelert. Bei der ersten Disziplin, dem 3,86 Kilometer langen Schwimmen, formierte sich schnell eine Spitzengruppe, die vom US-Amerikaner Andy Potts angeführt wurde. Der ehemalige Leistungsschwimmer legte ein erwartungsgemäß hohes Tempo vor und setzte sich von einer ungefähr 20 Mann starken Gruppe hinter ihm ab, in der sich die Deutschen Faris Al-Sultan, Andreas Raelert und Andreas Böcherer aufhielten. Der Ebersbacher und Mitfavorit Timo Bracht war zu diesem Zeitpunkt schon abgeschlagen und hatte gut eineinhalb Minuten auf das Spitzenfeld verloren. Andreas Raelert sorgte bei deutschen Triathlonfans für Schrecken, als ihm beim Ausstieg aus dem Wasser Blut über das Gesicht lief. "Ich hatte nach dem Wechsel leichte Schwierigkeiten und bin getaumelt wie ein angeschlagener Boxer", erklärte der 35-Jährige. Andy Potts, der als Erster mit gut zwei Minuten Vorsprung auf die Radstrecke ging, konnte seine Position an der Spitze nicht lange halten. Schnell schloss die Verfolgergruppe, in der vor allem der Sieger vom diesjährigen Kärnten Ironman Austria Marino Vanhoenacker Führungsarbeit leistete, zum US-Amerikaner auf.

Andreas Realert ging mit sieben Minuten Abstand auf die Laufstrecke und legte ein Höllentempo vor. Mit einer Pace von leicht über 3:30 Minuten pro Kilometer startete er die Aufholjagd. Schnell stellte der Rostocker die vor ihm liegenden Athleten und arbeitete sich auf Platz zwei vor. Aber auch der Alexander legte ein beeindruckendes Marathontempo an den Tag und verlor nur wenig Zeit auf Raelert. Dass beide dieses Tempo unmöglich durchhalten würden, war zu diesem Zeitpunkt klar. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis einer der beiden Ausnahme-Athleten seinem Tempo Tribut zollen würde. So kam es, dass Raelert den Abstand zwischenzeitlich auf 2:30 Minuten verkürzte, wenig später jedoch einbrach.

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4 Deutsche in den Top 10