Ironman Hawaii 2011

Chrissie Wellington erkämpft sich ihren vierten Hawaii-Sieg

Chrissie Wellington

Chrissie Wellington gewinnt Ironman Hawaii in 8:55:08 Stunden.

Bild: Norbert Wilhelmi

Im Rennen der Frauen zeigte sich ein ungewöhnliches Bild. Die als übermächtig und unschlagbar geltende Chrissie Wellington, die noch nie einen Ironman verlor, konnte nicht durch die Leichtigkeit der vergangenen Rennen bestechen und musste sich ihren Sieg hart erarbeiten. Vermutungen zufolge war die Britin bedingt durch einen schweren Radunfall im Training, wenige Wochen vor dem Ironman Hawaii, nicht völlig losgelöst ins Rennen gestartet. Nach einem für sie sehr schwachen Schwimmen stieg Wellington nach 1:01:03 Stunden aus dem Wasser. Auch beim Radfahren zeigte sie sich zurückhaltend, während Julie Dibens an der Spitze ein phänomenales Radfahren zeigte. Die in Führung liegende Britin ergriff die Flucht nach Vorne und stellte mit 4:44:14 Stunden einen neuen Radrekord auf. Mit über zehn Minuten Vorsprung auf die Zweiplatzierte Schweizerin Caroline Steffen wechselte sie auf die Laufstrecke.

Chrissie Wellington lag zu diesem Zeitpunkt bereits über 15 Minuten zurück. Dass Dibens beim Radfahren überzog, zeigte sich bereits in der Anfangsphase des Marathons. Schon bald musste die Britin Gehpausen einlegen und lief danach nur wenige Meter bis die nächste Gehpause einsetzte. Nach etwa 13 Kilometern stieg sie aus dem Rennen aus. Fortan führte Caroline Steffen, Siegerin des Ironman Frankfurt 2011, das Rennen an, jedenfalls solange bis die große Chrissie-Show begann.

Kilometer für Kilometer machte die diesjährige Gewinnerin der Challenge Roth Zeit gut, bis Steffen kurz vor dem Energy Lab in Schlagweite war. Wellington, der es augenscheinlich zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr wirklich gut ging und die um jeden Schritt zu kämpfen schien, zog schließlich an Steffen vorbei und lief daraufhin an der Spitze. Keinesfalls war zu diesem Zeitpunkt das Rennen für die 34-jährige Britin gesichert, denn von hinten preschte bereits die Inhaberin des Marathonsrekords auf Hawaii heran.

Mirinda Carfrae aus Australien flog über den glühenden Asphalt und ließ den Vorsprung auf Wellington zeitweise auf 2:40 Minuten schrumpfen. Alles lief auf ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen hinaus. Doch Wellington zeigte ein unbändigen Siegeswillen und hielt Mirinda Carfrae unter Qualen auf Distanz. Auf dem Alii Drive, von wo es nicht mehr weit ins Ziel ist, war klar, dass sich Wellington den Sieg nicht mehr nehmen ließ. Mit der zweitschnellsten Zeit auf Hawaii von 8:55:08 Stunden besiegelte sie damit ihren vierten Sieg auf der Insel. Mirinda Carfrae, die einen sensationellen Marathon in 2:52:09 Stunden lief, sicherte sich Platz zwei mit einer Endzeit von 8:57:57 Stunden. Leanda Cave (GBR) gelang ebenfalls der Sprung aufs Podium (9:03:29 Stunden). Beste Deutsche wurde Sonja Tajsich auf Platz sieben, die mit 9:15:17 Stunden ihr bestes Hawaii-Resultat erreichte.

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Wellington und Alexander