Lektion Zwei

Beinschlag, nicht Beinschlaf

Ob als Ausgleichstraining oder als Vorbereitung auf einen Triathlon - Schwimmen ist ein schöner Sport bei dem es allerdings auf saubere Technik ankommt. Das bekam auch Redakteur Martin Grüning zu spüren.

24092013 Schwimmen Lernen RW 08/13 Bild 3

Die Bein- und Armarbeit muss aufeinander abgestimmt sein.

Bild: iStockphoto.com / benalivecreativecom

Neben der Atmung war das mit den Beinen so eine Sache. Dabei sollten die bei mir als Läufer doch so etwas wie eine Geheimwaffe sein, dachte ich zunächst. Aber es gelang mir einfach nicht, Bein- und Armarbeit zu koordinieren, und so schleppte ich die Beine völlig inaktiv einfach nur mit.

Und das Erschreckende: Besserung war nicht in Sicht. Ich behaupte ganz selbstbewusst, dass ich sicherlich ein Lauftalent bin, aber ebenso sicher bin ich kein Schwimmtalent. Je mehr ich mich vorn auf einen sauberen Armzug konzentrierte, desto schlaffer hingen hinten die Beine im Wasser.

Es war wie verhext. Jetzt kamen der Kollege und das Schwimmbrett zum Einsatz. Ehrlich gesagt, fand ich es erniedrigend, als ich die Schwimmhilfe zwischen die Hände bekam. „Warum nicht gleich zwei Schwimmflügelchen?“, fragte ich den Kollegen. Der deutete auf die Experten-Bahn („Nur für geübte Schwimmer“), und ich erkannte bei manch einem der Großen auch so ein Ding.

Ach so, ein Profi-Tool! Also hielt ich das Brett ganz stolz vorn, war im weiteren Vortrieb aber nur noch auf den Beinschlag reduziert. Es ging. Gut ging das sogar. Doch es dauerte ein paar Wochen, bis die Koordination zwischen Beinschlag und Armzug klappte. Nicht Tage – Wochen!

Na und? Irgendwann vollzogen sich ­Arm- ­zug, Atmung und Beinschlag im rhythmischen Miteinander ... Stolze 200 Meter weit. Ziel waren aber vier Kilometer.

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Lektion 3: Bahnen ziehen, nicht darum kämpfen