ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes

Beim Swimrun dominierten die Schweden

Bei der zweite Auflage des bedeutendsten deutschen Swimrun-Rennens, des ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes, ging der Sieg bei Männern und Frauen nach Schweden.

ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes 2017 - Fotos
ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes 2017

Mit kräftigen Zügen geht es der nächsten Laufpassage entgegen.

Bild: Jakob Edholm / ÖTILLÖ 1000 Lakes

Die Vorjahressieger Pontus Lindberg (SWE) und George Bjälkemo (SWE) konnten beim ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes ihren Titel verteidigen. Ulrika Eriksson (SWE) und Helena Sivertsson (SWE) bei den Damen sowie Marylise Pasart (FRA) und Franck Martin (FRA) im Mixed trugen sich ebenfalls in die Siegerlisten des ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes ein. Sebastian Bleitgen (GER) und Frank Mertins (GER) aus Michelstadt belegten bei den Herren Platz drei. Das Rennen durch die herbstlichen Buchenwälder und malerischen Seen der Mecklenburgischen Seenplatte war gleichzeitig auch das Finale der ÖTILLÖ Swimrun World Series.

Der Startschuss zum zweiten ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes fiel morgens um 8.30 Uhr bei der Burg von Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern. 117 Zweierteams aus 26 Nationen gingen bei Nieselregen und einer Lufttemperatur von 13 Grad ins Rennen. Kein Problem für die 234 Athleten, die bei der 41,3 km langen Strecke stets den Neoprenanzug trugen. Insgesamt hatten sie 7,5 km Schwimmpassagen in zehn Seen sowie 33,8 km Laufabschnitte zu absolvieren. Die Wassertemperaturen betrugen dabei um die 14 Grad.

Bei den Herren bildete sich bald eine Spitzengruppe aus fünf Teams, die sich immer wieder in der Führung abwechselten. Nach 4:27:02 Stunden überquerten Pontus Lindberg (SWE) und George Bjälkemo (SWE) schließlich als Erste die Ziellinie am Schloss von Rheinsberg in Brandenburg. Platz zwei ging an Nicolas Ramires (FRA) und Guillaume Heneman (FRA). Dritte wurden Sebastian Bleitgen (GER) und Frank Mertins (GER) vor Sebastian Kreder (GER) und Knut Baadshaug (NOR). Zweitbestes deutsches Herrenteam waren der ehemalige Triathlon-Profi Per Bittner (GER) und Martin Max Werner (GER) auf Platz sieben.

Sebastian Bleitgen (GER) sagte nach dem Rennen: „Das lief ziemlich perfekt! Es war ein sehr schnelles Rennen mit flachen Wegen und schönen Trails. Wir kommen ja vom Schwimmen und haben daher in den ersten Schwimmpassagen das Feld von hinten aufgerollt. Zwischendurch lagen wir sogar in Führung. Dann kamen die starken Läuferteams auf der zweiten Hälfte. Aber wir sind sehr zufrieden!“

Bei den Damen siegten Ulrika Eriksson (SWE) und Helena Sivertsson (SWE). „Es war ein sehr schnelles Rennen. Die Strecke und die Stadt sind wirklich sehr schön. Vielen Dank an die Menschen hier, die uns immer sehr geholfen haben!“ Die Schwedinnen gewannen in einer Zeit von 4:56:19 Stunden vor der amtierenden Swimrun-Weltmeisterin Annika Ericsson (SWE) und Diane Sadik (SUI) sowie Marika Wagner (SWE) und Maja Tesch (SWE).

Der Sieg im Mixed ging in 4:53:20 Stunden an Marylise Pasart (FRA) und Franck Martin (FRA). Platz zwei sicherten sich mit nur 32 Sekunden Rückstand Pär Kristoffersson (SWE) und Helen Maalinn (EST) vor Ben und Rhian Martin (GBR). Die acht besten Teams des ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes qualifizierten sich für die ÖTILLÖ Swimrun-Weltmeisterschaft am 3. September 2018 in Schweden: Drei Herren-, zwei Damen- und drei Mixed-Teams.

ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes 2017 - Fotos


Auch bei den ÖTILLÖ Swimrun World Series dominierten die Schweden


In diesem Jahr fungierte der ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes erstmals als Finale der ÖTILLÖ Swimrun World Series 2017. Die besten Athleten der Rennen in Hvar (CRO), Utö (SWE), Isles of Scilly (GBR), Engadin (SUI) und des ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes wurden zu Siegern der Serie gekrönt. Bei den Herren siegten Johann Carlsson (SWE) und Joakim Brunzell (SWE), denen beim ÖTILLÖ 1000 Lakes ein 16. Platz genügte. „Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg. Vor der Saison hatten wir uns einen Platz in den Top Drei vorgenommen. Umso besser, dass es jetzt der Sieg war! Das Rennen heute war sehr hart, nachdem wir gestern noch den Sprint gewinnen konnten.“

Bei den Damen holten Rosemary Byde (GBR) und Isobel Joiner (GBR) den Gesamtsieg, die beim ÖTILLÖ 1000 Lakes Platz fünf belegten. Die Mixed-Kategorie dominierten Erik Fridolf (SWE) und Michelle Nyström (SWE).

Der Schwede Mats Skott, mit Michael Lemmel Miterfinder der Sportart Swimrun und Rennleiter des ÖTILLÖ Swimrun, fasste die Saison so zusammen: „Der ÖTILLÖ 1000 Lakes war das würdige Ende einer fantastischen ÖTILLÖ Swimrun World Series 2017. Glückwunsch an alle Gewinner! Die Saison hat einmal mehr gezeigt, dass der Swimrun international durch die Decke geht. Weltweit gibt es immer mehr Swimrun-Veranstaltungen. Auch wir planen, die ÖTILLÖ Swimrun World Series 2018 noch auszubauen. Ich glaube, der Erfolg des Sports liegt darin begründet, dass es mehr als ein Rennen ist. Im Swimrun geht es um den Spirit von Menschen, die sich gerne in der freien Natur bewegen. Es geht um den Respekt vor der Natur. Nachhaltigkeit spielt für uns eine große Rolle. Den zweiten Grund für den Erfolg des Swimruns sehe ich im Teamspirit. Bei diesem Sport geht es darum, Respekt für andere zu zeigen. Wir freuen uns darauf, diesen Spirit auch nächste Saison wieder zu erleben!“

ÖTILLÖ Sprint 1000 Lakes 2017: Zwei deutsche Teams auf dem Podest

Bereits am 30. September wurde mit dem ÖTILLÖ Sprint 1000 Lakes 2016 die kürzere Sprint-Version des Rennens durchgeführt. Hier ging es über eine Gesamtdistanz von 16,4 km bei 14 km Laufen und 2,4 km Schwimmen in fünf Seen. Bei den Herren siegten hier Johann Carlsson (SWE) und Joakim Brunzell (SWE). Mit Ole Christian Eisenberg (GER) und Nico Beuster (GER) auf Platz zwei sowie Peter Jacob (GER) und Benjamin Wabner (GER) als Dritte jubelten auch zwei einheimische Teams auf dem Treppchen. Bei den Damen gewannen Ulrika Eriksson (SWE) und Helena Sivetsson (SWE). Der erste Platz im Mixed ging an Michelle Nyström (SWE) und Erik Fridolf (SWE).

Die junge Ausdauersportart Swimrun ist in den letzten Jahren schnell sehr populär geworden. 2017 werden weltweit zirka 450 Swimrun-Veranstaltungen abgehalten, allein 100 davon in Schweden. Aus Sicherheitsgründen treten die Teilnehmer dabei grundsätzlich in Zweierteams an. Um sich bei den häufigen Wechseln zwischen Schwimmen und Laufen nicht mit dem Umziehen aufhalten zu müssen, tragen die Athleten beim Schwimmen die Laufschuhe und beim Laufen den Neoprenanzug.