Ironman Hawaii 2011

4 Deutsche schaffen es in die Top 10

Andreas Raelert

Einer von vier Deutschen in den Top 10: Andreas Raelert.

Bild: Norbert Wilhelmi

Während der 35-Jährige Rostocker Andreas Raelert auf dem Highway mit sich zu kämpfen hatte, kam Pete Jacobs von hinten angestürmt und zog an Raelert vorbei. Obwohl bei Raelert die Kräfte sichtlich nachließen, versuchte er gegen zu halten. Derweil sich Raelert und Jacobs ein gnadenloses Rennen lieferten, sorgte Alexander drei Kilometer vor dem Ende für Entsetzen. Gleich mehrmals stoppte der 38-jährige Australier und hielt sich die von Krämpfen geplagte hintere Oberschenkelmuskulatur. Auch wenn Alexander einige Sekunden verlor, war der Abstand zu groß, als dass die Beiden hinter ihm liegenden in die Entscheidung um den Sieg hätten eingreifen können. Mit neuer Rekordzeit lief Craig Alexander, "Crowie" genannt, nach 8:03:56 Stunden über die Ziellinie und machte mit dem Dritten Sieg den Hattrick perfekt.

"Die letzten Kilometer hatten mit Laufen nichts mehr zu tun, das war ein Kampf Mann gegen Mann", kommentierte Raelert sein Duell gegen den Weltklasseläufer Jacobs, der sich nach einem sensationellen Marathon in 2:42:29 den zweiten Platz mit einer Gesamtzeit von 8:09:11 Stunden sicherte. Am Ende reichte es für den deutschen Topfavorit Raelert mit 8:11:07 Stunden nur für Platz drei. Unglücklich war er trotzdem nicht: "Da ich alles gegeben habe, bin ich aber nicht enttäuscht.“ Timo Bracht, der als 22. auf die Laufstrecke ging, erlief sich mit einem ausgezeichneten Marathon von 2:47:29 Stunden Platz fünf und und passierte die Ziellinie nach 8:20:12 Stunden.

Der Deutsche Andreas Böcherer, Sieger vom diesjährigen Ironman 70.3 Germany in Regensburg, wurde mit einer sehr starken Vorstellung Achter (8:23:19 Stunden). Der Hawaii-Sieger von 2005 Faris Al-Sultan schaffte ebenfalls den Sprung in die Top 10. Unzufrieden bilanzierte der Gewinner des Ironman Frankfurt 2011 in seiner gewohnt direkten Art: „Es war eines meiner schlimmsten Rennen", denn „es ging mir furchtbar. Ich habe etwas erlebt, was ich noch nie hatte: Ich hatte Angst vor dem Schmerz, ich hatte Angst mir selbst weh zu tun." Mit einer Endzeit von 8:27:18 Stunden machte er das gute Abschneiden der Deutschen perfekt.

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