Dogging

Trainingsprinzipien gelten auch für den Hund

Was für den Läufer richtig ist, kann auch für den Hund nicht falsch sein.

Dogging

Schräg: Die Synchronizität von Hund und Frauchen geht in die Wertung ein.

Bild: Michaela Rose

Fakt ist: Beim Laufen auf sechs Beinen können beide in puncto Gesundheit, Fitnessniveau und Trainingsspaß nur profitieren. Hundegröße und Beinlänge sind schnuppe. Bei diesem Sport startet der Rassehund gegen den Mischling und alle müssen über die gleichen Hindernisse und Streckenlängen. Obendrein ist der reale vierbeinige Trainingspartner der tägliche Motivator wider den viel beschworenen Schweinehund: Ob Frühsport, fieses Wetter oder faule Unlust – ein Hund lässt wegen solcher Lappalien keine Laufrunde sausen.

Das bestätigt auch Birgit Walther, die zusammen mit Debby bei Wettkämpfen auf der 2-Kilometer-Distanz startet: „Das Sportliche macht ihr mehr Spaß als der Gehorsam. Deshalb joggen wir oft zusammen. Früher bin ich viel allein gelaufen, aber mit dem Hund an meiner Seite fühle ich mich im Wald einfach sicherer.“ Auch ein Grund für den Run mit dem vierbeinigen Laufpartner: Hund statt Pfefferspray.

Tipps für ein effektives Lauftraining mit dem Hund

Zwergpinscher oder Riesenschnauzer?
Generell spielt die Größe und Rasse des Hundes für die Sportlichkeit keine Rolle. Nur betagte oder übergewichtige Hunde gehören eher auf die Walking-Runde. Der Hund sollte nur lauffreudig, gesund und vor allem ausgewachsen sein.

Tierisches Pensum
Die Trainings­prinzipien für den menschlichen Läufer gelten auch für den sportelnden Hund. Das Lauf­pensum also nur langsam steigern und vor allem regelmäßig mit dem Wauwau joggen gehen.

Laufschuhe vs. Pfoten
Während Sie Hightech-Laufschuhe tragen, läuft Ihr Hund auf ungedämpften Pfoten. Tipp: Bevorzugen Sie weiche Waldwege – harte Asphaltstrecken besser links liegen lassen. Und nach dem Run ist Pfotenkontrolle angesagt.

Magengrimmen
Zudem sollten Sie Ihrem Hund vor dem Training nicht mehr den gefüllten Fressnapf hinstellen. Wie beim Menschen gilt: Zwei Stunden sollten zwischen der letzten größeren Mahlzeit und dem Laufen liegen.

Leine los?
Wenn Ihr Hund aufs Wort gehorcht und Spaziergänger, Läufer und Radfahrer ihn kaltlassen, können Sie ihn frei neben sich hertraben lassen. Geht er aber gern seine eigenen Wege, sollten Sie ihn an eine Leine legen, die locker durchhängt. Bedenken Sie: Je schwerer die Leine ist, desto schwerer haben Sie beide daran zu tragen.

Armfreiheit
Mit einem gepols­terten Bauchgurtsystem behalten Sie die Hände frei. Allerdings sollte Ihr tierischer Begleiter nicht unbedingt ständig eigene Vorstellungen von einem effizienten Lauftraining haben. Einen plötzlichen Richtungswechsel merken Sie nämlich an einem unangenehmen Ruck in der Wirbelsäule.

Für Vereinsmeier
Trainingsangebote gibt’s in Gebrauchshundesportvereinen.

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Der Hund als Motivator