So finden Sie Ihr Tempo

Wie schnell sollte das richtige Lauftempo sein?

Vor allem bei Wettkämpfen tappen viele Läufer in die Falle und muten sich zu viel auf einmal zu. Um ein geeignetes Tempo zu finden, sollten Sie weder zu schnell noch zu langsam starten.

startschuss

Wie eine Kanone loszuschießen ist weniger effektiv, um sich den Lauf sinnvoll einzuteilen.

Bild: Illustration Marcus Stark/ pixelio.de

Aller Anfang ist schwer - das ist bei einem Rennen nicht anders. Doch wie sieht das richtige Verhalten am Start aus? Sobald der Startschuss knallt, bebt die Erde. Das gesammelte Laufpulk sprintet los als gäbe es kein Morgen mehr. Spätestens auf der Zielgeraden fehlen den Läufern dann die letzen Reserven und die angestrebte Zeitverbesserung bleibt aus. Gerade unerfahrene Läufer sollten am Start nichts überstürzen und den Spitzenläufer den Vorrang lassen. Zeit werden Sie definitiv nicht verlieren, denn Vorteile bringen solch ein chaotischer Massenstart und Kurzsprint zu Beginn keine.

Kontraproduktiv ist ein zu schneller Start in jedem Falle. Bereits in einem 5- oder 10-Kilometer-Lauf kommt es beim Turbostart zu einer Anhäufung von Laktat, die bald die Muskelarbeit massiv behindert und Ihre Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt. Zwar sind die Auswirkungen bei einem kürzerem Lauf noch nicht von solch hohem Ausmaß wie auf längeren Distanzen, die Freude am Laufen wird aber spätestens bei der Zeitmessung gehemmt. Am deutlichsten bekommen Sie die unangenehmen Folgen eines übermäßig forcierten Tempos beim Halbmarathon und noch mehr beim Marathonzu zu spüren. Da Ihr Körper sofort auf seine Glykogenreserven zugreift, ist die wichtigste Energiequelle meist schon nach zwei Dritteln der Strecke erschöpft. Bekannt ist dieses Phänomen auch als der „Mann mit dem Hammer“, der Sie dann unerwartet trifft.

Bevor Sie nun aber den gegenläufigen Fehler begehen und es so richtig entspannt und langsam angehen, sollten Sie wissen, dass Sie auch eine zu langsam gehaltene Startzeit im weiteren Rennverlauf nicht mehr aufholen werden. Wer sein Tempo von Beginn an auf Sparflamme hält, greift zwar weder die Glykogenreserven an noch häuft er Laktat an, doch wenn dies Ihr Ziel ist, dann sind Sie bei einem Wettkampf fehl am Platz. Zu ein wenig Anstrengung und der totalen Verausgabung am Ende des Wettkampfes sollten Sie durchaus bereit sein.

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