Aquajogging

Wie fühlt es sich an, im Wasser zu laufen?

In unserer Serie "Ausprobiert" versuchte sich Redakteurin Britta Ost im Aquajogging. Ihr Fazit: Im Wasser hat sich das Schwimmen nicht umsonst gegen das Laufen durchgesetzt.

 Ausprobiert - im Wasser laufen

Dass man trotz der Mühen kaum vorwärts kommt, ist nicht gerade motivationsfördernd.

Bild: Jörg Modrow

Die Bedingungen:
1. Zuerst übte unsere Redak­teurin verschiedene Aquajogging-Techniken.
2. In jeder Technik joggte sie eine Bahn mit und eine ohne Auftriebsgürtel.
3. Danach absolvierte sie acht Bahnen in ihrer ­Lieblingstechnik, dem Kniehebelauf.­
4. Zum Cool-down schwamm sie lieber – um überhaupt mal ein bisschen voranzukommen.

Laufen im Wasser? Warum nicht – man kann es ja auch sonst überall machen. An Ausrüstung braucht man noch weniger als an Land, Bikini und Handtuch in die Tasche, und schon kann’s losgehen. Für Anfänger wie mich ist zusätzlich ein Auftriebs­gürtel angeraten, denn ganz so einfach wie auf der Straße ist das Joggen im Wasser nicht. Zunächst muss ich die Technik üben. Ich beginne mit dem sogenannten Schrittlauf. Dabei kickt man Fuß und Unterschenkel nach vorn. Easy, wie beim ordinären Spannstoß, denke ich nach jahrelanger Fußballerfahrung. Doch wie beim Fußball muss man auch hier darauf achten, den Oberkörper nicht zu weit nach hinten zu lehnen. Dazu tritt eine gänzlich unvorhergesehene Schwierigkeit auf: Die gegenläufige Arm-Bein-Bewegung, die beim normalen Laufen und Gehen völlig automatisch und deshalb nahezu unbemerkt funktioniert, ist im Wasser irgendwie aus dem Tritt gekommen. Immer wieder muss ich runterschauen, ob rechter Arm und linkes Bein zugleich vorn sind.

Geringer Raumgewinn beim Aquajogging

Als das Kicken klappt, geht’s mit dem Kniehebelauf weiter: Knie anziehen und dann kräftig nach hinten und unten treten. Das ist schon einfacher, auch die Arme machen schneller, was sie sollen. Allerdings macht sich inzwischen der Wasserwiderstand bemerkbar: Ich spüre, dass die Muskeln etwas leisten müssen. Ich übe noch das Schreiten und später den Robo-Jog, bei dem Arme und Beine komplett gestreckt gehalten und schnell bewegt werden. Gut, dass die Schulklasse nebenan gerade fertig wird; diese Technik muss wirklich seltsam aussehen. Außerdem ist der Raumgewinn noch geringer als bei den anderen Techniken, die auch nicht gerade ergiebig sind. Bisher habe ich alles mit Auftriebsgürtel gemacht, ohne ihn funktioniert das Aquajoggen auch, nur ist es dann deutlich schwieriger. Ich rudere ständig mit den Armen, um den Körper aufrecht zu halten und etwas Vortrieb zu bekommen.

Das Aquajogging erinnert an Laufbandtraining

Nach dem Ausprobieren aller Tech­niken nehme ich mir den Kniehebe­lauf etwas länger vor: acht Bahnen. Das hört sich nicht nach viel an, man ist aber einfach elend langsam unterwegs. Die Kreislauf-Anstrengung erreicht die eines gemütlichen Dauerlaufs, allerdings hat das Aquajogging jetzt was vom Laufbandtraining – die Fassade vor der Glasfront kenne ich in- und auswendig, und wenn man nach zehn Sekunden wieder hinschaut, bietet sich fast exakt dieselbe Aussicht. Zum Abschluss muss ich noch ein paar Bahnen klassisch schwimmen, um doch noch mal ein bisschen Geschwindigkeit im Training zu erleben.

Ausprobiert - Wie fühlt es sich a:

Wie fühlt es sich an, im Regen zu...

Ausprobiert

Wie fühlt es sich an, im Regen zu laufen?

Wie fühlt es sich an, im Regen zu laufen?
Im diesem Teil unserer Serie "Ausprobiert" wollte unsere Praktikantin... mehr

Ausprobiert

Wie fühlt es sich an, das Sportabzeichen zu machen?

Sportabzeichen
Im neunten Teil unserer Serie "Ausprobiert" versuchte sich unser... mehr