Ausprobiert

Wie fühlt es sich an, auf einem Schiff zu laufen?

Unsere Mitarbeiterin begab sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffs und lief dort eine Woche lang täglich auf dem Oberdeck.

Ausprobiert - Laufen auf dem Kreuzfahrtschiff

Eben, aber sehr verwinkelt: Die Laufstrecke an Bord der "Mein Schiff 2".

Bild: Gordon Martin

Die Bedingungen:
1. Eine einwöchige Kreuzfahrt mit der „Mein Schiff 2“ der Reederei TUI Cruises.

2. Gelaufen wird an Deck. Die Runde einmal ums Schiff ist 146 Meter lang.

3. Für einen 5-Kilometer-Lauf sind also etwas mehr als 34 Runden zu absolvieren.


Eigentlich ist unser Chefredakteur Martin Grüning schuld: Im Januar rief er die RUNNER’S-WORLD­-Laufcrew ins Leben. Seitdem machen wir mit ihm zweimal pro Woche lange Läufe oder Tempotrai­ning auf der Bahn. Und seitdem hat der Laufvirus mich fest im Griff. Keine Stadt, kein Land und nun auch kein Ozean ist mehr vor mir sicher. In jedem Urlaub habe ich die Laufschuhe dabei, egal ob beim Kurzurlaub an Nord­- oder Ost­see oder bei einer Städtereise. So auch jetzt auf der Kreuzfahrt mit „Mein Schiff 2“ im östlichen Mittelmeer. Der Clou: Auf Deck 12 gibt es eine Laufstrecke, wo man morgens von 7 bis 9 und abends von 19 bis 21 Uhr, wenn dort keine Sonnenliegen stehen, seine Runden drehen kann.

Mehr als 30 Runden absolvieren, um fünf Kilometer zu laufen

Tag eins. Wir sind irgendwo zwischen Malta und Athen auf See. In Laufkleidung trete ich hinaus aufs Oberdeck. Vor mir der Himmel, das Meer, unendliche Weiten. Das Deck wird täglich gereinigt und ist noch nass. Also beginne ich lieber etwas langsamer. Für den Start habe ich mir fünf Kilometer vorgenommen. Zwölf Runden sind eine knappe Seemeile (1.852 Meter). Ich muss also mehr als 30 Runden drehen. Die ersten Runden sind klasse, der Blick aufs Meer unglaublich. Da kriegt man den Kopf frei, denn es gibt nichts, was ablenken könnte, nur mich und die Bahn. Erst gegen Ende der Laufzeit komme ich wieder ins Hier und Jetzt zurück: Kinder amüsieren sich im Pool und die ersten Sonnenanbeter haben sich Liegen reserviert.

Laufen mit Panoramablick auf Hafen, Burg und Altstadt

Tag vier: Wir liegen vor Mykonos vor Anker. Dank Windstärke 5 ist das Laufen ein Kampf, und da wir nicht geschützt im Hafen liegen, schaukelt das 262 Meter lange Schiff recht hef­tig. Die Hälfte jeder Runde kämpfe ich mit Gegenwind, auf dem Rück­weg laufe ich mit dem Wind. Tag fünf: Mir bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf Hafen, Burg und Altstadt von Bodrum (Türkei). Motorboote, Segelschiffe und Jachten passieren die Bucht. Die ersten Beachclubs öffnen und bekunden das durch Auf­drehen ihrer Musikanlagen. Der Lauf wird zum Sight Running an Bord. Das macht Spaß und motiviert mich zu ein paar Extrarunden.

Am sechsten Tag will ich mal abends laufen. Die Son­nenliegen sind abgebaut, die Strecke ist frei. Allerdings schlen­dern nun viele Passagiere auf dem Weg zum Abendessen übers Deck oder sitzen an der Bar, durch die ich jede Runde laufen muss. Mein Favorit bleibt deshalb der Lauf am Morgen.

Fazit: Die Möglichkeit, in nur einer Woche fünf Städte zu bereisen und dort entweder an Bord oder an Land seine Lieb­lingssportart auszuüben, ist einfach unschlagbar. I’ll be back!

Ausprobiert - Wie fühlt es sich a:

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