Der kleine Unterschied

Warum Männer schneller sind

Sechs Gründe, warum Frauen in der Spitze nicht so schnell laufen können wie Männer.

Der_kleine_Unterschied

Bild: Claus Dahms

Fliegengewicht
Rein theoretisch müssten Frauen eigentlich flotter unterwegs sein, da sie ­weniger mitschleppen müssen. Ihr Körper ist in der Regel deutlich kleiner, das Gewicht geringer, die Knochen sind graziler. Wenn da nicht die leistungs­mindernden Faktoren wären ...

Formkurven
Er sorgt für schöne Kurven, macht als passives Gewebe aber nicht unbedingt schnelle Beine: Der Körperfettanteil liegt bei Frauen im Vergleich mit Männern um rund zehn Prozent höher. Dem Durchschnittsmann bleibt dieser Ballast erspart. Dafür greift der weibliche Stoffwechsel bei der Energiegewinnung ökonomischer auf die Fettverbrennung zurück.

Mucki-Manko
40 bis 50 Prozent eines Männerkörpers beste­hen aus Muskulatur, Frauen bringen es im Schnitt lediglich auf 25 bis 30 Prozent. Schuld daran ist das männliche Sexualhormon Testosteron, das für den Muskel­aufbau verantwortlich ist – und Frauen haben davon nun mal deutlich weniger. Die Folge: Frauen haben weniger Kraft.

Herzensangelegenheit
Selbst wenn man das geringere Körpergewicht berücksichtigt: Das relative Herzvolumen von Frauen ist um zehn bis 15 Prozent kleiner. Pro Schlag wird weniger Blut in den Kreislauf gepumpt, das Herz muss entsprechend häufiger schlagen. Und: Der weibliche Blutdruck ist meist niedriger.

Luftnummer
Da das Lungenvolumen von Frauen kleiner ist, ist die maximale ­Sauerstoffaufnahme um rund 15 Prozent niedriger als bei Männern. ­Allerdings benötigen sie auch weniger Sauerstoff, da sie weniger ­Muskulatur damit versorgen müssen.

Sauerstoff-minus
Der Hämoglobingehalt des weiblichen Bluts ist geringer, und die ­roten Blutkörperchen können dadurch weniger Sauerstoff transportieren – ein weiterer Faktor, der die maximale Sauerstoff­aufnahme von Läuferinnen maßgeblich reduziert.

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