Alles über den Lauftrend

Wäre ein Hindernislauf einfach, hieße es Fußball

Hindernisläufe sind in. StrongmanRun und Co. werden immer abenteuerlicher. Hier erfahren Sie alles rund ums Training und das richtige Equipment.

Die passende Ausrüstung für Hindernisläufer: 6 Fotos

Hindernisläufe erfreuen sich großer Beliebtheit

Springen, rennen, robben - Hindernisläufe erfordern ein spezielles Training.

Bild: Norbert Wilhelmi

Ein Hindernislauf ist kein gewöhnlicher Straßenlauf. Dafür sorgen die Hindernisse und ein meist anspruchsvoller und profilierter Kurs. Daher gelten auch bei den Themen Training, Equipment und Renntaktik andere Regeln als bei einem City-Marathon etwa. Hier erfahren Sie, was Sie beachten müssen.

Wie viel Lauftraining braucht man vor einem Hindernislauf?

„Eins weiß ich sicher“, japst Jochen Schmitz im Ziel, „das nächste Mal werde ich vor der Teilnahme am Strongman Run nur noch laufen, laufen, laufen und mindestens zehn Kilogramm Muskelmasse abbauen, dafür aber Lungen- und Herzvolumen aufbauen.“ Der Mann ist eine stattliche Erscheinung: 1,90 Meter groß und kräftig gebaut. Wie viele andere Teilnehmer auch hatte er sich zwar wochenlang mit den Hin­dernissen dieses laut Werbeslogan „größten Hindernislaufs der Welt“ auseinandergesetzt, dabei aber unterschätzt, dass sich die 17 Hindernisse auf einer Streckenlänge von über 20 Kilo­metern verteilten. Das ist mehr als die Distanz eines Halbmarathons und schon für sich eine Herausforderung. Dazu noch Schlamm, Dreck, Wasserlöcher sowie ein Parcours, der buchstäblich über Stock und Stein führt. Bei fast allen anderen Hindernisläufen ist es ähnlich.

Insgesamt ist man bei den meisten Extrem­läufen – laufend, gehend oder kletternd – deutlich länger als zwei Stunden auf den Beinen. Das Zeit­limit beim Strongman Run lag dieses Jahr bei vier Stunden! Wartezeiten an den Hindernissen ermöglichen den Läufern zwar kurze Verschnaufpausen, aber an der Streckenlänge selbst ändert das wenig. Um so lange durch­zuhalten, muss man im Vorfeld also vor allem eins tun: das Laufen trainieren. Wer sich nach speziellen Trainingsplänen vorbereiten möchte, für den sind klassische Halbmarathon-Trainingspläne eine gute Wahl (runnersworld.de/trainingsplaene). Im Idealfall trainiert man dabei ausschließlich auf profilierten Naturwegen mit wechselnder Bodenbeschaffenheit.

Eine typische Laufwoche in der Vorbereitung auf einen längeren Hindernislauf sollte als Kern­einheit einen längeren langsamen Lauf von bis zu zwei Stunden Dauer (und mehr) enthalten – am besten querfeldein. Dazu einmal pro Woche ein sogenanntes Fahrtspiel, mit dem man die permanenten Tempo­wechsel des Wettkampfs imitiert. Jeder weitere wöchentliche Laufkilometer bedeutet mehr Spaß am Wettkampftag. Das Erfolgsprinzip ist simpel: Je besser Ihre Ausdauer ist, desto leichter tun Sie sich mit den Hindernissen und desto schneller erholen Sie sich in den Wartezeiten vor selbigen.

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Hindernisse überwinden

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