Strongman und Co

Training für Hindernisläufe

Durch Matsch und über Tonnen: Hindernisläufe erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So bereiten Sie sich richtig vor.

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Hindernisläufe sind anstrengend - und machen Spaß!

Bild: Norbert Wilhelmi

Eins weiß ich sicher“, meinte Jochen Schmitz japsend im Ziel, „nächstes Mal werde ich vor der Teilnahme am StrongmanRun nur noch laufen, laufen, laufen und mindestens zehn Kilo Muskelmasse in Lungen- und Herzvolumen umbilden.“ Der Mann ist durchaus eine stattliche Erscheinung: 1,90 Meter groß und kräftig gebaut. Wie viele andere Teilnehmer auch hatte er sich zwar wochenlang mit den Hindernissen dieses laut Werbeslogan „stärksten Laufs aller Zeiten“ auseinandergesetzt, dabei aber leider übersehen, dass sich die 14 Hindernisse auf offiziell 18, tatsächlich aber wohl eher 21 Kilo­meter verteilten. Das ist immerhin die Distanz eines Halbmarathons und für sich schon eine Herausforderung. Dazu noch Schlamm, Dreck und Wasserlöcher, ein Parcours, der buchstäblich über Stock und Stein führt, und das Ganze wird richtig anstrengend.

„In diesem Jahr wird es nicht leichter“, warnen die Ver­anstalter des größten Hindernislaufs der Welt. Man konnte es sich schon fast denken, denn der StrongmanRun wurde vom Militärübungsplatz im westfälischen Weeze in die sogenannte „grüne Hölle“ verlegt. So heißt im Volksmund das Areal rund um die Nordschleife der Formel-1-Strecke am Nürburgring. Der Name spielt nicht nur auf die grünen Wälder am Streckenrand, sondern vor allem auf das Eifel-typische ständige Auf und Ab an. Dennoch haben sich schon vor Bekanntgabe der Streckenbeschreibung 13 000 Läufer blindlings angemeldet.

Vom Prinzip her sind die Parcours aller Hindernisläufe ähnlich: Der Untergrund ist tief, uneben, rutschig, und unterwegs sind diverse Hindernisse zu überwinden. Die Streckenlänge variiert allerdings, und auch die Zahl der Hindernisse ist unterschiedlich. Die „Mutter aller Hindernisläufe“, das „Tough Guy Race“, das alljährlich im Januar, also mitten im Winter, im englischen Wolverhampton stattfindet, geht über 12 Kilometer und hat 21 Hindernisse. Die StrongmanRun-Strecke am Nürburgring wird voraussichtlich wieder 18 Kilometer lang sein (aufgeteilt in zwei Runden à neun Kilometer). Und offenbar wird es auch wieder 14 Hindernisse geben. (Die finale Streckenplanung wird erst kurz vor dem Event bekannt gegeben). Die Strecke führt über Kiesböden und unebenen Waldboden mit verborgenen Hindernissen wie Wurzeln, Draht oder Steinen. Dazu kommen die künstlichen Hindernisse wie Kletternetze, ein Berg aus Auto­reifen und die gefürchteten Wasserlöcher, bei denen es für Nichtschwimmer aber auch eine „Pussy-Lane“ (Waschlappen-Spur) gibt.

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