Erste Hilfe

Trailrunning: Was tun bei Problemen?

Das Laufen in der freien Natur über Stock und Stein ist anspruchsvoll. So verhalten Sie sich richtig, sollten einmal Probleme oder kleinere Verletzungen auftreten.

Erste Hilfe beim Trailrunning: Was tun bei Problemen?

Beim Trailrunning sind Sie auf kleinen Pfaden mitten in der Natur unterwegs. Dort können auch schon mal kleinere Verletzungen auftreten. Hier erfahren Sie, wie Sie sie behandeln.

Bild: Salomon

Muskelkrampf: Typisches Kennzeichen für einen Muskelkrampf ist das schmerzhafte Zusammenziehen eines ­Muskels, das plötzlich während des Laufs einsetzt – meist an der Wade oder am Oberschenkel.
Was tun? Stehen bleiben und den betroffenen Muskel dehnen. Laufen Sie erst dann weiter, wenn Sie keine Schmerzen mehr ­verspüren und der Muskel wieder locker ist. Nutzen Sie die Pause auch zum Trinken und Essen.

Schnittwunden und Schürfungen: Bei einem Sturz ist vor allem die Haut der Arme und Beine gefährdet.
Was tun? Säubern Sie die Wunde mit ­Wasser und lassen Sie sie bei der nächsten Gelegenheit von einem Sanitäter oder ­Streckenposten desinfizieren und steril ­abdecken. Bei großen, tiefen oder stark ­verschmutzten Wunden sowie bei nicht zu stillenden Blutungen sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Umknicken: Beim Umknicken des Fußes sind am ehesten die Außenbänder des Sprunggelenks gefährdet. Sie können überdehnen oder reißen.
Was tun? Unterbrechen Sie den Lauf und kühlen den Fuß, beispielsweise in einem Bach. Suchen Sie den nächsten Strecken­posten auf und lassen sich dort eine elas­tische Binde anlegen. Lagern Sie das verletzte Bein hoch. Für die Weiterbehandlung suchen Sie einen Arzt auf.

Prellung: Bei einem Sturz wird der Muskel gegen den darunterliegenden ­Knochen gepresst. Werden dabei auch ­Blutgefäße verletzt, entsteht neben der Prellung ein Bluterguss.
Was tun? Mit einer leichten Prellung ­können Sie weiterlaufen. Bei starken Beschwerden hilft Kühlen und Hochlagern. Beim nächsten Streckenposten sollten Sie einen Kompressionsverband mit kühlender und entzündungshemmender Salbe anlegen. Brechen Sie den Lauf ab, wenn die Schmerzen nach einiger Zeit unverändert bleiben, zunehmen oder die Haut blass wird. Suchen Sie dann sofort einen Arzt auf.

Sonnenstich: Strahlt die Sonne über ­einen längeren Zeitraum direkt auf den Kopf und Nacken ein, besteht die Gefahr eines Sonnenstichs. Dieser kann sich durch Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Ohrgeräusche, Kopf- und Nackenschmerzen äußern.
Was tun? Sobald Sie bemerken, dass Ihnen die intensive Sonneneinstrahlung zu schaffen macht, begeben Sie sich in den Schatten, setzen Sie sich hin und sorgen für ­Kühlung Ihres Kopfs. Trinken Sie außerdem eine großzügige Menge. Fühlen Sie sich ­weiterhin unwohl, holen Sie Hilfe.