Fragen und Antworten

Tipps vom Profi

Energiekrisen leichter meistern

Ziehen Sie keinen Ballast hinter sich her.

Bild: Fredrik Broden

Nach einem anstrengenden Tag bin ich erschöpft, dabei hatte ich mir vorgenommen, abends noch zu laufen. Soll ich den Lauf auf morgen früh verschieben?
Tipp Laufen Sie trotzdem. Erleben Sie, wie die Energie nach zwei bis drei Kilometern zurückkehrt und Sie froh sind, dass Sie den Lauf nicht ausfallen ließen. Ein weiterer Tipp: Lassen Sie sich nicht von der Vorstellung belasten, wie viele Laufkilometer vor Ihnen liegen. Denken Sie lieber in kleinen Schritten und beschäftigen Sie sich zunächst damit, Ihre Laufschuhe zu schnüren. Der Rest kommt von selbst.

Ich muss mich jeden Tag neu zum Laufen motivieren.
Tipp Wenn Gesundheitsprobleme wie eine Erkältung oder niedrige Eisenwerte ausgeschlossen werden können und Sie nicht unter Schlafmangel leiden, ist es durchaus möglich, dass Sie ausgebrannt sind. Suchen Sie sich eine neue Strecke, laufen Sie in einer Gegend, die Ihnen unbekannt ist, verabreden Sie sich mit einem Freund, statt allein zu laufen, melden Sie sich bei einem Wettkampf an. „Die Motivation schwankt ständig“, sagt Karp, „aber das sollte kein Grund sein, eine Woche gar nicht zu laufen.“ Auf der anderen Seite gibt es Experten, die einem in solchen Fällen durchaus dazu raten, ab und zu eine Woche gar nicht zu laufen, um die Freude daran wieder neu zu entdecken.

Training trotz Müdigkeit: So schafft es Kami Semick, US-amerikanische Ultraläuferin des Jahres 2009, auch bei ­Müdigkeit ihr Laufpensum zu bewältigen:

1) Dranbleiben Auch wenn ich nachts schlecht geschlafen habe, absolviere ich am folgenden Tag mein geplantes Training. Wenn ich allerdings einige Tage hintereinander schlecht geschlafen habe oder mich total müde fühle, lasse ich auch mal ein Training ausfallen.

2) Vorschlafen Zehn Tage vor einem Wettkampf gehe ich 20 Minuten früher ins Bett als sonst, zudem versuche ich, morgens länger im Bett zu bleiben. Je näher der Wettkampftag rückt, desto früher gehe ich schlafen, sodass ich am Abend vor dem Rennen schließlich um neun Uhr im Bett bin.

3) Koffein Morgens brauche ich immer Kaffee, um in die Gänge zu kommen.

4) Anpassung Wenn ich mich schlapp fühle, wähle ich eine Trainingsstre­cke, die mich nicht zu sehr fordert.

5) Morgens erledigt Als ich nach der Geburt meiner Tochter jede Nacht um drei Uhr raus musste, um sie zu stillen, bin ich um halb sechs aufgestanden und gelaufen. Die frische Luft war ein toller Wachmacher.

Weiterlesen

Seite 3 von 3
Zurück zur ersten Seite:
Raus aus der Energiekrise