Fragen und Antworten

Tipps für mehr Lauf-Spaß

Energiekrisen leichter meistern

Bild: Fredrik Broden

Mein Kind ist krank, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Auf meinem Trainings­plan steht heute ein Intervalltraining. Soll ich den Plan einhalten?
Tipp Nach Möglichkeit sollten Sie das Training auf einen anderen Tag verschieben, stattdessen locker laufen und die belastende Intervall-Einheit an einem Tag absolvieren, wenn Sie ausgeruht sind, empfiehlt Samuels. Wenn Sie es nicht verschieben können, ziehen Sie es durch. Vermutlich spüren Sie dabei, dass es Sie mehr belastet als sonst, erklärt Sam Oliver, Sportphy­siologe an der Bangor University in Wales. Er verglich in einer Studie den Sauerstoffverbrauch von Läufern nach einer ausreichenden Ruhephase und nach einer Nacht ohne Schlaf. „Nach einer Nacht ohne Schlaf war der Sauerstoffverbrauch höher, was bedeutet, dass mehr Energie und Sauerstoff benötigt wurden, um die gleiche Leistung zu erbringen“, so Oliver.

Seit ich meinen Laufumfang ­erhöhte, habe ich schwere Beine. Soll ich das ignorieren oder einen Extra-Ruhetag einlegen?
Tipp Ein gewisses Maß an Muskelkater und Müdigkeit nach dem Training ist normal. Wenn Schmerzen und müde Beine aber zum Dauer­zustand werden, stimmt etwas nicht. Es kann sich um einen Fall von Übertraining handeln. Bleiben Sie flexibel und passen Sie den Trainingsplan Ihrem körperlichen Befinden an. Vielleicht benötigen Sie nach einer harten Trainingseinheit einen Extra-Ruhetag. Oder Sie achten darauf, den Umfang wirklich nur ganz leicht zu erhöhen. „Meine Empfehlung lautet: Steigern Sie den wöchentlichen Umfang zwei oder drei Wochen lang und fahren Sie ihn in der vierten Woche deutlich zurück“, so Dr. Jason Karp, Sportphysiologe und Trainer aus San Diego. Die darauf folgende Woche kann das Training dann wieder gesteigert werden. In der ruhigeren Woche kann sich der Körper erholen, um wieder für höhere Belastungen bereit zu sein.

Schon nach 10 von geplanten 30 Kilometern spüre ich, dass ­meine Energiespeicher leer sind. Soll ich weiterlaufen oder den Lauf abbrechen?
Tipp „Auch wenn Sie sich immer schlechter fühlen, laufen Sie weiter“, rät Coach Dennis Barker aus Minnesota, „oft geht es einem bei solchen Läufen in der zweiten Hälfte besser. Wenn Ihnen danach ist, machen Sie eine kurze Pause, dehnen, trinken etwas und fallen wieder in den Laufschritt.“ Vorausgesetzt, Sie sind gesund und haben den Lauf ausgeruht begonnen, kann eine solche Erfahrung das Selbstvertrauen vor einem Wettkampf stärken. Wenn Sie allerdings wenig Schlaf hatten und sich mies fühlen, lassen Sie es bleiben und versuchen es an einem anderen Tag, wenn es Ihnen besser geht.

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