Herzfrequenz

Steigende Herzfrequenz bei Hitze

Im Sommer ist die Herzfrequenz höher als bei gleichem Lauftempo im Frühjahr, Herbst oder Winter.

Beim Laufen produziert der Körper etwa zehnmal mehr Wärme als im Ruhezustand. An kühlen Tagen wird diese Extrawärme über den Schweiß abgegeben. Bei Wärme funktioniert dieser Kühlungsprozess bei weitem nicht so gut, vor allem nicht bei zusätzlich hoher Luftfeuchtigkeit. Beim Laufen in warmem Klima wird das Verhältnis zwischen Beinmuskulatur und Haut zunehmend problematisch. Die Muskeln fordern vom Herzen Blut an, um sich mit dem notwendigen Sauerstoff zu versorgen, während die Haut ebenfalls Blut zur Kühlung benötigt. Das Blut transportiert die von den Muskeln produzierte Wärme an die Hautoberfläche; damit wird verhindert, dass Sie überhitzen, vergleichbar einem Automotor, der an einem Gebirgspass überhitzt. Das Herz muss unter diesen vielfältigen Anforderungen mehr arbeiten als bei kühlen Temperaturen. Folge: Die Herzfrequenz steigt.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum sich Ihr Herz mit der Sommerhitze nicht so schnell anfreundet: Durch starkes Schwitzen sinkt das Blutvolumen. Das Blut wird dicker; das Herz hat weniger Blut zur Verfügung und muss folglich Mehrarbeit leisten. Glücklicherweise passt sich der Organismus mit der Zeit den warmen Temperaturen an, beispielsweise dadurch, dass weniger Flüssigkeit als sonst über den Urin abgegeben wird. Oder dadurch, dass das Blutvolumen von Tag zu Tag ansteigt und zudem effektiver geschwitzt wird. Letzteres sorgt dafür, dass die Haut kühler bleibt und weniger Blut benötigt wird.