Einfach mal umdrehen

Rückwärts laufen ist gelenkschonend

Beim Rückwärtslaufen werden die Gelenke weniger beansprucht und mehr Sauerstoff und Kalorien verbraucht.

Rückwärtslaufen-WM 2012

Rückwärtslaufen ist eine interessante Alternative zum üblichen Vorwärtslaufen. Das Foto zeigt die Weltmeisterschaften im Rückwärtslaufen 2012.

Bild: Wegner

Bei biomechani­schen Tests am Ortho­paedic Institute in San Francisco wurde festgestellt, dass beim Rückwärtslaufen die Beanspruchung für die Gelenke geringer ist als beim Vorwärtslaufen.

Hinzu kommt: Wenn man rückwärts läuft, ist der Sauerstoff- und Kalorienverbrauch ­höher als vorwärts. Die Untersuchungs­ergebnisse, die für die TV-Sendung „Off the Fence“ erhoben wurden, beziehen sich aller­dings auf Tests mit einem der besten Rückwärtsläufer der Welt, Roman Wegner.

Selbst bei der inzwischen gleichmäßig austrainierten Muskulatur des Weltrekordhalters Wegner lag bei einer jeweiligen Geschwindigkeit von 10 km/h und einer Laufzeit von sechs Minuten der Sauerstoffverbrauch beim Rückwärtslaufen um 20,47 Prozent höher, die Herzfrequenz überstieg die Ergebnisse des Vorwärtslaufens um 17,14 Prozent. Der Kalorienverbrauch betrug in dieser Zeit 97,1 Kalorien, währenddessen für die gleichen Vorwärtsparameter nur 80 verbrannt wurden, also eine Steigerung von 21,22 Prozent.

Dies alles veranlasste den Untersuchungsleiter Anthony Luke zu der Aussage, dass sich beim Rückwärtslaufen Herz und Kreislauf effizienter trainieren lassen als beim Vorwärtslaufen. „Auf jeden Fall handelt es sich aus orthopädischer Sicht um eine lohnenswerte Fortbewegungsart“, sagt Luke.



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