Herbst-Marathon in Bestzeit

Realistisches Marathon-Renntempo

Marathon in Bestzeit

Auf dem Weg zur Bestzeit im realistischen Marathon-Renntempo.

Bild: Tomas Ortiz

Nun hilft die beste Renntaktik allerdings wenig, wenn man kein realistisches Zeitziel für den Marathon definieren kann. Denn aus dem errechnet sich das realistische Marathon-Renntempo (rMRT). Die alles entscheidende Frage lautet schließlich: Wie schnell soll ich laufen?

Seit es Laufwettbewerbe gibt, haben sich die Teilnehmer gefragt, wie sie sich das Rennen einteilen sollen und mit welcher Endzeit sie rechnen können. Die erste und einfachste Lösung für dieses Problem bestand darin, das Zeitziel und das entsprechende Renntempo für eine bestimmte Distanz aus den bereits erzielten Ergebnissen auf anderen Strecken hochzurechnen.

Der erste, der sich wissenschaftlich mit dieser Methode auseinandersetzte, war der englische Leistungsphysiologe A. V. Hill in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Am umfassendsten waren die Berechnungen des Amerikaners Pete Riegel, die dieser 1977 in einem Artikel in der US-Ausgabe von RUNNER’S WORLD erstmals veröffentlichte. Riegel fand heraus, dass der Lo­garithmus der Weltrekordzeiten bezogen auf den Logarithmus der jeweiligen Lauf­distanzen eine gerade Linie ergab.

Er fand auch heraus, dass die Leistungen eines jeden Läufers auf Strecken von 1500 Meter bis zum Marathon in einem konstanten prozentua­len Verhältnis zu den jeweiligen Weltrekordleistungen stehen. Dies bedeutet: Bestzeiten auf einer Distanz machen Bestzeiten auf anderen Distanzen vorhersagbar.

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