Sechs Profi-Tipps

Nichts erzwingen und Erfolge festhalten

Hören Sie auf Ihren Körper und dokumentieren Sie Ihr Training. So können Sie Ihre Erfolge auch auskosten.

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Bei Tempoläufen auf seinen Körper hören.

Bild: Claudia Hautumm / pixelio

Profi-Tipp Nr.3
Nichts erzwingen
An manchen Tagen fühlt man sich beim Laufen großartig, an anderen Tagen mies. Top-Läufer haben ein feines Gespür dafür und reagieren darauf, indem sie durchaus auch mal ein Tempoprogramm zusammenstreichen. „Mit Gewalt geht gar nichts“, sagt Gary Lough, der mit Marathon-Weltrekordhalterin Paula Radcliffe verheiratet ist und sie auch trainiert. Lough: „Es kommt immer mal wieder vor, dass wir aus zehn Tempo-Wiederholungen acht machen müssen – und wir denken nicht im Traum daran, die fehlenden später nachzuholen.“

Unser Rat an Sie
Wenn Sie an einem Tempotag spüren, dass Sie die geplanten Intensitäten nicht durchhalten können, dann reduzieren Sie zunächst das Tempo. Falls auch das nichts bringt, reduzieren Sie die Belastungsdauer. Fühlen Sie sich auch dann noch unwohl, beenden Sie das Tempoprogramm komplett und laufen Sie locker aus. Und kommen Sie ja nicht auf die Idee, dieses Programm irgendwann nachzuholen.

Profi-Tipp Nr. 4
Erfolge festhalten
Amy Yoder Begley, 2008 Olympia-Teilnehmerin über 10 000 Meter, macht oft Tempoläufe über 800 Meter. Ihr Trainer, Alberto Salazar, bevorzugt dabei 6 bis 10 Wiederholungen. Zu Beginn der Saison ist das Tempo (für sie) noch gemäßigt und liegt bei etwa 2:40 Minuten. Später im Jahr, wenn es auf die wichtigen Rennen zugeht, liegt es bei 2:12 Minuten. „Bevor wir loslegen, führt Alberto mir immer die Tempi der letzten Male vor Augen und sagt: ,Und heute bist du noch schneller!‘ Und das stimmt. Aufgrund der immer gleichen Abfolge der Programme kann man seine Entwicklung gut verfolgen und daraus Selbstvertrauen ziehen.“

Unser Rat an Sie
Auch in Ihrem Training sollte es Standardprogramme geben, die Sie immer wieder absolvieren, etwa 6 x 800 Meter. Vergleichen Sie die Zeiten, die Sie dabei erzielen. Wenn Sie schneller werden, dann läuft in Ihrem Training alles richtig. Sie werden einfach nicht besser? Dann müssen Sie etwas an Ihrem Training korrigieren.

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Ruhetage einlegen und Austraben