Leistungsdiagnostik

Muskelbiopsie

Leistungsdiagnostik

Eine Analyse des Oberschenkelmuskulatur-Gewebes kann Aufschluss darüber geben, ob Sie eher ein Sprinter oder Marathonläufer sind.

Bild: Norbert Wilhelmi

8. Muskelbiopsie
Die Entnahme von Gewebe aus der Oberschenkelmuskulatur erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Eine Analyse der Fasern ermöglicht die Beurteilung bestimmter genetischer Grundvoraussetzungen des Läufers. Wenn die Muskulatur deutlich mehr Typ-1- (ST) als Typ-2-Fasern (FT) aufweist, die langsam kontrahierenden also überwiegen, ist die Ausdauerfähigkeit der Muskulatur gut, anders­herum do­minieren Kraft und Schnelligkeit. Wer ein hohes Maß an Typ-2-Muskulatur aufweist, hat gewöhn­lich eher Sprinter- als Marathonqualitäten. Gleichwohl ist die Verteilung in gewissem Maß trainierbar, wobei nach aktuellem Stand der Wissenschaft die Umwandlung von Typ-1- in Typ-2-­Fasern leichter ist als umgekehrt.

9. Diagnostik und Nutzen
Versierte Leistungsdiagnostiker können aus all diesen Daten Rückschlüsse auf den Leistungsstand des Sportlers ziehen und ihm detaillierte Trainingsempfehlungen und Wettkampfprognosen geben. Und sie können erkennen, wo ungenutzte Potenziale schlummern. Ob ein Läufer zum Beispiel seinen Fettstoffwechsel ausreichend ent­wickelt hat, sein Körper also überhaupt in der Lage ist, Körperfett effektiv als Energiequelle zu nutzen, wird ebenso aufgedeckt wie mangelnde Tempo­härte. Für sport­lich untrainierte Laufeinsteiger ist die Leistungsdiagnostik aller­dings nur zur Feststellung der allgemeinen Sportgesundheit zu empfehlen. Die schnelle Ausbelastung im Rahmen des Tests liefert für sie keine verwertbaren Ergebnisse.

Hier finden Sie empfehlenswerte Einrichtungen mit Leistungsdiagnostik.

Weiterlesen

Seite 5 von 6
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Interview mit Sportarzt Ernst Jakob