Der StressChecker im Test

Mit dem StressChecker das Training steuern

Der StressChecker ermittelt mit einem kurzen Test den aktuellen Stresslevel. Läufer können darüber hinaus mit dem StressChecker ihre Belastung im Training überwachen.

StressChecker im Test Screenshot highlight

Der StressChecker zeigt wie sich das Training auf die Belastbarkeit und das "körperliche Stresslevel" auswirkt.

Bild: RW

Der StressChecker von Respilex misst über einen Ohrclip, der per Kabel mit dem Computer verbunden ist, die Blutstauung im Ohr, die durch den Herzschlag verursacht wird. Basierend auf dem gemessenen Puls und der Herzratenvariabilität zum Zeitpunkt der Messung wird dann der aktuelle Stresslevel bestimmt.

Das Gerät kann dabei nicht nur zur Stress-Prophylaxe eingesetzt werden, sondern kann dem Läufer auch helfen, seine aktuelle Belastbarkeit zu überwachen. Läufer überprüfen dadurch einfach und schnell, ob sie sich im Training überfordern.

Die ermittelten Herzfrequenz-Werte geben Aufschluss darüber, wie gut Sie sich von der am Vortag absolvierten Trainingseinheit erholt haben. Übertraining, aber auch ein höheres Belastungspotenzial kann so festgestellt werden. Durch den Test Ihrer Regenerationsfähigkeit können Sie schließlich auch ermitteln, welche Trainingshäufigkeit am besten zu Ihnen passt.

Herzratenvariabilität – was ist das, was sagt ihr Wert aus?

Die Herzratenvariabilität (HRV) bezeichnet die Fähigkeit des Herzens, den zeitlichen Abstand von einem Herzschlag zum nächsten schnell zu verändern, damit wir uns flexibel ständig wechselnden Herausforderungen anpassen können. Unser Herz reagiert unmittelbar auf alles, was wir erleben, denken und fühlen mit einer Veränderung im Herzschlag-Rhythmus. Bei gesunden Menschen reagiert das Herz sehr sensibel auf Veränderungen der äußeren und inneren Einflüsse.

Eine reduzierte HRV bedeutet einen gesundheitlichen Risikofaktor. Gut trainierte Sportler zeigen meist die besten HRV-Werte, wobei vor allem das richtig gesteuerte Ausdauertraining diesen Effekt hervorruft. Eine ausgeprägte Herzratenvariabilität wirkt herzschützend und ist ein Indikator für eine höhere Anpassungsfähigkeit an Belastungen.

In meiner Testphase führte ich nach einem anstrengenden Bahntraining experimentelle Messungen durch. Direkt danach zeigte sich meine Erschöpfung in einem schlechteren „Stresslevel“ (Wert: 2,0), mein Puls war beim 3-minütigen Test erhöht und die Herzratenvariabilität fiel schlechter, also geringer, aus als sonst. Am Vormittag des Folgetages zeigte mir die Skala schon wieder Werte im grünen Bereich an, ich konnte mich also gut von der Anstrengung erholen und war wieder belastbar. Nach einem Wettkampf über 11 km (mit einem Gesamt-Tages-Pensum von 20 km) am Samstag war mein Erholungs-Wert Montagmorgen immer noch nicht sonderlich hoch. Der Test ermahnte mich also, an diesem Tag nur vorsichtig zu trainieren oder lieber noch einen Tag Pause zu machen.

Mein Fazit zur Trainingsgestaltung mit dem StressChecker: Tatsächlich lässt sich das Training mit dem Gerät relativ gut steuern, mir ist auf Dauer das Körpergefühl aber wichtiger als ein Messwert beim StressCheck. Trotzdem finde ich den StressChecker von Respilex empfehlenswert gerade für sehr ehrgeizige Läufer, die verletzungsanfällig sind oder sich im Training oft (über-)fordern. Der Test ermahnt Sie, auf ihre körperlichen Grenzen zu achten und regenerative Einheiten einzubauen. Im Zweifelsfall ist der StressCheck für alle nützlich, die hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen laufen und natürlich auch für Freizeitläufer, die in ihrem Alltag viel Stress haben und ihr Stresslevel kontrollieren wollen.

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