Karlsruhe

Interview mit Heinz Fenrich

Der Oberbürgermeister der Gewinnerstadt Karlsruhe, Heinz Fenrich, sagt: „Erfolge spornen zu neuen Meilensteinen im Laufsport an“.

Läuferstadt Karlsruhe

Karlsruhe wurde von RUNNER'S WORLD zur besten Läuferstadt Deutschlands gekürt.

Bild: Jutta Kennepohl

Sind Sie überrascht, dass Karlsruhe zur besten deutschen Läuferstadt gekürt wurde?

Heinz Fenrich: Auch wenn ich es nicht unbedingt erwarten konnte, hat mich diese Auszeichnung trotzdem nicht überrascht. Gefreut hat sie mich sehr. Wir haben in der Stadt viele ideale Laufstrecken. So schließt sich unmittelbar an das Schloss, den Mittelpunkt unserer Stadt, ein 20 Kilometer weit reichendes Grün- und Waldgebiet an. Da lässt es sich zu jeder Jahreszeit vorzüglich laufen, walken und joggen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzen diese „grüne“ Citynähe auch zur Teilnahme an den Lauftreffs in unserem Hardtwald. Höhepunkt der Laufsaison ist jedes Jahr im September der Baden-Marathon. Mit rund 10 000 Läuferinnen und Läufern ist dieses Ereignis die größte Laufsportveranstaltung im Südwesten. Oder lassen Sie mich in die jüngste Historie zurück­blicken. Mit Lothar Knörzer, Heinz Fütterer und Siegfried König haben Läufer aus Karlsruhe in den Fünfziger- und Sechzigerjahren Olympiageschichte geschrieben. Solche Erfolge verpflichten natürlich und spornen immer wieder an, neue Meilensteine im Laufsport zu setzen.

Welchen Stellenwert hat für Sie die Förderung von Breitensport?

Das Fördern von Breitensport kann nicht hoch genug bewertet werden. Das ist Gesundheitsprävention, Spaß an der Bewegung und ein Beitrag zur Geselligkeit in einem. Wo es keinen Breitensport gibt, kann sich der Spitzensport nicht entwickeln. Die Stadt Karlsruhe und ihr Gemeinderat unterstützen daher Vereine und Vereinsleben bei der Bereitstellung von Infrastruktur sowie im Bemühen um eine funktionierende Jugendarbeit.

Wie wichtig ist für Sie als Oberbürgermeister körperliche Fitness?

Nicht nur als Oberbürgermeister, auch als Privatmensch ist mir natürlich sehr an körperlicher Fitness gelegen. Obwohl es zugegebenermaßen nicht immer leicht fällt, zwischen all den Amtsgeschäften einen „Pfad“ für sportliche Aktivitäten zu finden, halte ich stets danach Ausschau. In meine privaten Freiräume baue ich immer wieder kleine Sportprogramme ein. So oft es mir möglich ist, entspanne ich mich bei Nordic Walking. Zu Hause verhilft mir ein Hometrainer zum körperlichen Ausgleich. Ich darf sagen, das tut mir gut, und ich ermuntere alle Leserinnen und Leser Ihrer Zeitschrift, sich Zeit für Sport und Bewegung zu nehmen. Vielleicht auch einmal in Karlsruhe? Die Sonne scheint hier bekanntlich öfter als anderswo. Vergessen Sie bei Ihrem Besuch nicht Sportdress und Sportschuhe!

Interview: Jelena Lange

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