Läufer verstehen

In der Läufersprache sprechen

Läuferin an der Schwelle

Die Läuferin läuft sicherlich gerade an Ihrer Schwelle.

Bild: iStockphoto.com/ EpicStockMedia

„Ich laufe gerade an der Schwelle“
Die „Schwelle“ bezeichnet den Belastungsbereich, in dem Sauerstoffaufnahme und -verbrauch gerade noch in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und in dem der Energiebedarf der Muskulatur noch über den normalen Stoffwechsel gedeckt werden kann. Überschreitet man die Schwelle, kommt es zur sogenannten anaeroben Energiebereitstellung, was bedeutet, dass Glucose erst zu Pyruvat und schließlich zu Laktat, dem Salz der Milchsäure, umgewandelt wird. Dieser Prozess wird begleitet von starken Atmungsveränderungen – man kommt außer Atem – und einem rapiden Anstieg der Blutlaktatkonzentration, was schließlich die Hemmung der Muskelbewegung bewirken kann.

„Denk an den Windchill-Effekt!“
„Windchill“ kommt aus dem Englischen und heißt „Windkühle“. Der Windchill-Effekt beschreibt den Unterschied zwischen tatsächlicher Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur, die in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit steht. Beim Laufen entsteht durch die Laufbewegung ein Fahrtwind, der auch Aus­wirkungen auf den Windchill-Faktor hat. Bei hohen Temperaturen zeigt sich kein Windchill-Effekt, er wird daher sinnvollerweise nur für Temperaturen ab 10 Grad und darunter berechnet. Beispiele: 5 Grad fühlt man bei 10 km/h Windgeschwindigkeit als 2,7 Grad, bei 15 km/h als 1,7 Grad. 0 Grad fühlt man bei 10 km/h als -3,3 Grad und bei 15 km/h als -4,4 Grad.

Weiterlesen

Seite 3 von 3
Zurück zur ersten Seite:
Das Läufer-Latinum