Optimale Renneinteilung

Ideales Marathontempo für den Herbst-Marathon in Bestzeit

Sie wollen beim Herbst-Marathon Bestzeit laufen? Bestimmen Sie Ihr ideales Marathontempo zu optimalen Renneinteilung.

Marathon Bestzeit 1

Wer Bestzeiten erreichen will, muss sich sein Marathontempo gut einteilen.

Bild: Harry Cambell

Peer Schmidt hatte sich auf den Berlin-Marathon 2008 bestens vorbereitet. Er hatte hart trainiert und war gesund geblieben. So stand er hoffnungsfroh am Start vorm Brandenburger Tor. Und mit dem Startschuss stürmte er los. Schon bei Kilometer 5 zeigte die Uhr eine Fabelzeit und er rechnete hoch, dass er seine Bestzeit um 30 Minuten würde unterbieten können. Um es kurz zu machen: bei Kilometer 27 stieg Peer Schmidt aus. Er hatte sich übernommen. Nun fragt er sich, wie er diesen Fehler in Zukunft vermeiden kann. Langsam los­laufen, sagen Sie? Aber wie langsam genau? Seit Jahrzehnten gibt es Untersuchungen dazu, wie eine sinnvolle Renneinteilung aussehen sollte. Diese fußen aber in der Regel allein auf der Auswertung der Spitzenleistun­gen der Marathon-Elite.

Und die verhält sich keineswegs einheitlich. Der Marathon-Weltrekord von Paula Radcliffe (2:17:18 Stun­den, Chicago 2002) zum Beispiel wurde zwar mit einer schnelleren zweiten Hälfte (1:08:17 ge­genüber 1:09:01) aufgestellt, aber die ersten und die letzten sieben Kilometer des Ren­nens waren die langsamsten der Britin. Män­ner-Rekordler Haile Gebrselassie dagegen begann beim Weltrekord in Berlin (2:03:59, 2008) schnell (2:55,2 Min./km bis Kilometer 10), wurde zur Rennmitte langsamer (Kilometer 10 bis 30: 2:57,8 Min./km) und dann hinten heraus wieder schneller (Kilometer 35 bis 40: 2:53,8 Min./km). Er machte es also genau andersherum als die Britin.

„Man muss dazu sagen, dass die Tempo­unter­schiede im kleinsten Sekundenbereich liegen und die Renneinteilung der beiden insgesamt recht gleichmäßig war“, erklärt Marathon-Olympiasieger Gelindo Bordin. „So simpel es auch klingen mag, eine nahezu gleichmäßige Renneinteilung ist auch für Freizeitläufer ideal“, behauptet der Italiener, wobei die Betonung auf „nahezu“ liegt.

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