Clever trainieren

Fit vor dem Fernseher

Die simpelste Möglichkeit, das Training mit dem Verfolgen des Olympia-Geschehens vor dem Fernseher zu verbinden, ist das gute alte Sprungseil.

Sofakissen

Selbst das heimische Sofakissen kann Teil Ihres Workouts werden.

Bild: RainerSturm / pixelio.de

MIT DEM SEIL
Die effektivsten Übungen zur Steigerung der Fitness auf der Stelle lassen sich mit einem Sprungseil machen. Sie brauchen dafür nur ein Sprungseil, Ihre Sportschuhe und einen Quadratmeter Platz, nicht mehr und nicht weniger. Beim Seilspringen kommt es nicht auf die Höhe der Sprünge an, sondern auf die Sprungfrequenz: Je höher sie ist, desto intensiver ist auch die Belastung. Springen Sie also nur so hoch, dass das Seil gerade unter Ihren Füßen durchschwingen kann. Absprung wie Landung erfolgen auf dem Vorfuß. Doch Vorsicht: Bei Achillessehnen- und Wadenbeschwerden ist Seilspringen nicht zu empfehlen, als Prophylaxe für solche Beschwerden aber sehr empfehlenswert.

Olympia-Einheit: Am Donnerstag, den 8. August, findet um 21 Uhr das Speerwurf-Finale der Frauen statt, vermutlich mit deutscher Beteiligung, denn Linda Stahl und Christina Obergföll gehören zu den Medaillen-Anwärterinnen. Springen Sie sich beim Einwerfen der Athletinnen mit dem Seil leicht ein, eventuell sogar mit ­Zwischensprüngen. Mit Beginn des eigentlichen Wettkampfes legen auch Sie richtig los: Solange ein Speer fliegt, springen Sie auf Teufel komm raus. Bei zwölf Finalteilnehmerinnen, die zunächst drei, und acht, die dann noch weitere drei Würfe machen dürfen, kommen Sie insgesamt auf 60 hochintensive Sprungphasen.

Die Sofakissen-Einheit
Das simpelste Fitness-Tool der Welt: ein Kissen. Ein Kissen, ein Quadratmeter Platz und ein TV-Gerät, fertig ist das Olympia-Fitnessstudio für zu Hause: Ob Sie eine Einraumwohnung, ein Ein-Zimmer-Apartment oder eine Zelle im Knast bewohnen, laufen kann man immer und überall – auf der Stelle. Grundsätzlich gibt es Spannenderes, aber was tut man nicht alles, um das 5.000-Meter-Finale in London nicht zu verpassen. Effektiver und schonender für Ge­lenke wie Untermieter ist es, das Training auf einem Kissen zu absolvieren. Beim Auf-der-Stelle-Laufen zieht man gewöhnlich die Knie automatisch etwas höher als beim normalen Laufen, lenkt also die horizontalen Kräfte in vertikale um, das ist anstrengend. Deshalb dürfen Sie sich im Direktvergleich von Draußen- und Drinnen-Einheit drinnen auch zwölf Prozent der Zeitdauer sparen.

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