Wiedereinstieg

Die zweite Woche ist die schwerste

Motivation und Schmerz liegen beim Wiedereinstieg nach zwei Wochen meist nah beieinander.

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Durchbeißen: Am Anfang ist jeder Schritt schwerer als zuvor.

Bild: Urs Weber

„In der ersten Woche sind zwar die Muskeln schwach, aber dafür ist der Enthusiasmus groß“, sagt Marathonläufer Thoms. „In der zweiten Woche ist in ­puncto Leistungsfähigkeit natürlich noch immer nicht viel passiert, aber die Muskeln sind noch müde von den Belastungen der ersten ­Woche.“

Grundsätzlich zeigt eine Muskelmüdigkeit, dass die Zellen arbeiten, sich anpassen, was gleichzeitig bedeutet, dass sich etwas entwickelt, nämlich Leis­tung.

Natürlich ist die Gefahr groß, dass man viel zu schnell loslegt, selbst wenn gar nichts geht. „So langsam kann ich doch gar nicht laufen“, dachte sich Thoms und versuchte gleich sein altbekanntes Wohlfühltempo anzuschlagen – mit dem Er­folg, dass er schon nach kurzer Zeit total am Ende war.

Wiedereinsteiger müssen ebenso vorsichtig ins Lauftraining einsteigen wie Newcomer, dürfen dann aber schneller Umfang und Belastung stei­gern. „Sie sollten sich zum Ende jeder Lauf­einheit so fühlen, dass Sie problemlos hätten weiterlaufen können“, rät Lauf­experte Lieberman.

„Eventuell kann das bedeuten, dass ein Marathonläufer wie ich wieder mit Gehpausen ins Lauftraining einsteigen muss“, ergänzt Thoms, der genau das tat. „Ich bin am zweiten Tag abwechselnd fünf Minuten gejoggt und eine Minute gewalkt. Und so hat es geklappt.“

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Mit Geduld steigern