Tipps zur neuen Bestzeit

Die Zielgerade: Kurz vor Schluss nicht schlapp machen

260210sprint

Die Zielgerade kann lang und hart werden.

Bild: Tomas Ortiz Fernandez

3. Spurten lernen
Viele Rennen werden erst auf der Zielgeraden entschieden. Auch im persönlichen Kampf um die Bestzeit kann die Zielgerade entscheidend sein. „Mit einem guten Kick kann man auf den letzten 500 Metern noch 30 Sekunden gutmachen“, meint Craig Mottram, der zu den wenigen Weißen gehört, die es mit den Afrikanern auf den Langstrecken aufnehmen können. „Versuchen Sie auf den letzten Metern gar nicht unbedingt, die Schrittfrequenz zu erhöhen, sondern verstärken Sie bewusst vor allem die Armarbeit“, sagt der Australier. Geben Sie sich also nach Beendigung eines normalen Dauerlaufs fünf Minuten Auszeit und machen Sie dann drei Sprints über circa 100 bis 150 Meter, bei denen Sie ganz bewusst auf einen sehr starken Einsatz der Arme achten. Zweimal pro Woche reicht.

4. Tief durchatmen
Je mehr Sauerstoff Sie aufnehmen, desto schneller und länger können Sie laufen. Das Problem: Ihre Lunge lässt sich auch durch ein noch so intensives Lauftraining nicht vergrößern – wohl aber die sogenannte Vitalkapazität der Lunge. Man kann also lernen, mit einem Atemzug mehr Sauerstoff in den Körper zu pumpen. „Dazu gibt es spezielle Atemmuskeltrainer, diverse Atemtechniken, aber es reicht durchaus, wenn Sie sich zunächst einfach täglich vor dem Laufen drei Minuten Zeit nehmen, ein paarmal ganz tief durchzu­atmen“, schlägt der Münchener Mediziner Samuel Bo­norden vor: „Achten Sie ganz bewusst darauf, dass das Einatmen maximal ist, halten Sie die Luft zwei Sekunden und versuchen Sie, die komplette Luftmenge wieder auszuatmen.“

Weiterlesen

Seite 2 von 5
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Kurzer Weg und Oberschenkel stärken