Hindernisläufe

Die richtige Renntaktik zwischen den Hindernissen

Warum einfach Draufloslaufen nicht immer die beste Taktik bei einem Hindernislauf ist, erfahren Sie hier.

Hindernisläufe im Team zu bestreiten, bringt doppelten Spaß

Eine kluge Renntaktik erleichtert das Fortkommen enorm - nicht nur, wenn man als Team bei einem Hindernislauf startet.

Bild: Norbert Wilhelmi

Bei Hindernisläufen geht es nur für die Ersten um Siege und Platzierungen, für alle anderen um das Dabeisein und den Spaß an der Freud. Finisherzeiten spielen dann überhaupt keine Rolle. Folglich ­könnte man die Renntaktik vergessen und einfach draufloslaufen. Und das ist auch schon fast die beste Taktik, wobei sich die erfahrenen Hindernisläufer vor dem Start die Hindernisbeschaffenheiten auch ­deswegen genau anschauen, um festzustellen, wo mit Wartezeiten zu rechnen ist und wo nicht. „Vor den Hindernissen, von denen ich weiß, dass ich dort warten muss und verschnaufen kann, gebe ich extra Gas; bei den Hindernissen, an denen ich durchlaufen, -hangeln oder -kriechen kann, drossele ich zuvor das Tempo“, sagt Frank Jansen, der bereits an einem Dutzend ­Hindernisläufen in aller Welt teil­ge­nommen hat. „Auf der ersten Streckenhälfte sollte man in den Lauf­minuten zwischen den Hinder­nissen möglichst nicht außer Atem kommen“, rät Charles Franzke aus Saalfeld. Der 21-Jährige siegte im Frühjahr beim legendären Tough Guy in England, wo er seine läuferischen Defizite, die er gegenüber an­deren Weltklasse-Hindernisläufern hat, durch eine hervorragende Renneinteilung und Technik an den Hindernissen ausglich. „Erst im letzten Strecken­drittel darf man ‚anaerob‘ laufen“, meint Franzke. Bedeutet: Erst da darf man richtig Gas geben.

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