Aquajogging

Die Lauftechnik beim Aquajogging

Aquajogging will gelernt sein. Hier finden Läufer die besten Tipps für den Einstieg ins nasse Trainingsgebiet.

Der Amerikaner Doug Stern, seit über 15 Jahren als Instructor für Aquajogging tätig, empfiehlt Anfängern eine besondere Technik.

„Versuchen Sie im Wasser nicht mit den gleichen Bewegungen wie an Land zu laufen.“ Stattdessen empfiehlt er, von der Hüfte abwärts ­eine Pendelbewegung auszuüben, ­also vor und zurück. „Winkeln Sie das Knie nur ganz leicht an, strecken Sie Ihre Zehen leicht nach unten, wie ein Balletttänzer. Die Arme sollten ebenfalls gestreckt sein mit nur einem leichten Winkel im Ellbogen und seitlich dicht am Körper vorbeischwingen."

Die „Schritte“ sollten eher kurz sein. Kopf, Brust und Hüfte sind aufrecht und bilden eine Linie, als würden Sie an Land laufen. Obwohl Sie sich gar nicht vorwärts bewegen - stattdessen sollten Sie auf der Stelle laufen“, rät der Experte.

Schwierig ist die Koordination von Armen und Beinen. Da die Arme aufgrund der geringeren Angriffsfläche wesentlich weniger Widerstand ausgesetzt sind als die restlichen Körperteile, tendiert man zu einer zu schnellen Armbewegung.

Beachten Sie: Aquajogging gleicht einem iso-kinetischen Training: das Wasser bietet Ihnen nur so viel Widerstand, wie Sie Kraft einsetzen. Wenn Sie stillstehen, haben Sie ­keinen Widerstand. Wenn Sie sich schnell bewegen, haben Sie einen ­hohen Widerstand. Deshalb können Sie selbst bestimmen und kontrollieren, wie sanft oder hart Sie trainieren wollen.

Das Trainingsprogramm im Wasser sollte an Ihr übliches Laufprogramm angelehnt sein, im Zweifelsfall kopieren Sie im Wasser Ihr normales Programm. Ein Pulsmessgerät (das natürlich wasser­dicht sein muss) kann im Wasser von großem Vorteil sein. Denn während man beim normalen Laufen schnell merkt, dass man lang­samer wird (Zeit pro Kilometer), ist ein Leistungsabfall im Wasser schwer zu erkennen. Dagegen hilft die Pulskontrolle.

Aber Vorsicht: Beim Aquajoggen ist die maximale Herzfrequenz acht bis zehn Schläge niedriger als beim Laufen. Das ist allerdings individuell verschieden. Ursachen dafür sind die deutlich niedrigere Schwerkraft des Körpers im Was­ser, der verstärkt venöse Blutkreislauf zum Herzen infolge des Wasserdrucks und die niedrigere Körpertemperatur.

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