Steigerungen

Die ideale Strategie kurz vor dem Wettkampf

Sie wollen topfit an die Startlinie des Wettkampfes gehen? Steigerungen heißt das Zauberwort: So wärmen Sie sich optimal auf.

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Wer schneller werden will, muss ab und zu Gas geben.

Bild: Urs Weber

Vor dem Start zu einem Wettkampf sieht man die Läufer die seltsamsten Dinge tun. Manche hüpfen auf der Stelle und schlagen wild mit den Armen um sich, andere schweben mit gefalteten Händen einen Meter über dem Boden, und ab und zu sieht man auch einen, der sich lässig am Rande der Strecke schon vor dem Wettkampf eine halbe Stunde oder länger „warm“ läuft.

Wir gehen davon aus, dass diese Menschen wissen, was sie tun, aber wir kennen eine Laufvariante, die alle vorgenannten Wettkampfvorbereitungen schlägt und Sie besonders effektiv in Hochform bringt, und das in nur wenigen Sekunden: Steigerungsläufe.

Steigerungen – so funktioniert's
Steigerungen sind Läufe über eine Distanz von 80 bis 100 Metern, bei denen Sie das Tempo sukzessive vom leichten Trab bis zum schnellsten Sprint steigern. Aber nur die letzten 15 Meter werden im höchstmöglichen Tempo gerannt. Dabei aktivieren Sie nicht nur die schnell kontrahierenden Muskelfasern, die Sie später auch im Wettkampf ansprechen wollen, sondern auch die neuromuskulären und kardiovaskulären Systeme. Und das bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass Sie sich mit dem Startschuss schon „spritzig“ und „schnell“ fühlen.

Optimal für ambitionierte Wettkampfläufer
Steigerungen sind ideal vor intensiven Belastungen wie dem Wettkampf! Das Genze sollte folgendermaßen ablaufen: Laufen Sie sich zehn Minuten ein, machen Sie anschließend vier bis fünf Steigerungen, die zum Schluss etwas schneller sind als das im Wettkampf oder Tempolauf zu erwartende höchste Lauftempo. Die letzte Steigerung sollte fünf bis zehn Minuten vor dem Startschuss bzw. Beginn des Tempolaufprogramms abgeschlossen sein. Anschließend halten Sie sich nur noch durch ganz leichtes Traben bzw. Gehen warm.