Dieter Hogen

Deutsche konsumieren zu viel schlechte Fette

Zu viel Wurst, fette Fleischprodukte, Pflanzenöle, raffinierter Zucker und weißes Mehl sollten von Läufern vermieden werden.

Lauftrainer Dieter Hogen

Dieter Hogen trainiert seine Athleten.

Bild: photorun.net

Auch in Deutschland sind ganz zweifellos alle geeigneten Produkte im Übermaß vorhanden, man muss nur die richtige Auswahl treffen. Ein bestimmtes Wissen und die Bereitschaft, eventuelle schlechte Gewohnheiten schrittweise zu verändern, sind die Voraussetzung dafür. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Ernährung, für einige Jahre habe ich das sogar schwerpunktmäßig getan. Ich bin immer noch begeistert dabei, alles, was mir interessant erscheint, fast täglich unter die Lupe zu nehmen.

Was durch Beobachtung und Gespräche bei manchem deutschen Läufer auf den ersten Blick auffällt, ist die hohe Aufnahme an schlechten Fetten, von zu viel Fleisch und dessen Produkten, sowie anstatt vollwertiger Stärke-Produkte ein Übermaß an hoch verarbeiteten so genannten „Lebensmitteln“. Warum die manchmal ausgerechnet „Lebensmittel“ genannt werden, ist mir nicht immer klar. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Begriff, der in der Jugendzeit meiner Oma geprägt wurde und den sich die Industrie immer noch zu Nutze macht. Nicht gut sind zu viel Wurst, fette Fleischprodukte, Käse und Pflanzenöle. Vor allem, wenn sie lange und stark erhitzt oder anderweitig industriell verarbeitet wurden und dann Produkten wie Backwaren, allen Arten von so genannten Snacks, Pommes oder Soßen und Dressings beigefügt sind. Viele nehmen zu viel raffinierten Zucker und Produkte mit einem hohen Anteil fein gemahlenem, weißem Mehl zu sich, wie bestimmte Brotsorten, Toast und Kuchen, oder wie erwähnt abgepackte Backwaren und Snacks.

Außerdem sieht man bei vielen Athleten auch sehr schlechte Nahrungsmittel-Kombinationen. Die Gesamtheit dieses Fehlverhaltens belastet bereits die Verdauung im Magen, anschließend im Darm, schädigt die Darmflora, erschwert den Zellstoffwechsel, eben auch den der Muskelzellen und führt zu Entzündungen. Wer hingegen die richtigen Produkte auswählt und richtig kombiniert, wird die im Sport notwendigen Erholungszeiten nicht nur verkürzen, sondern auch sein Immunsystem stärken und weniger krank und verletzt sein. Es gibt nichts in diesem Zusammenhang, das schwer zu verstehen oder zu organisieren wäre. Die einzigen Hindernisse sind mangelnde Offenheit und Bereitschaft.

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Warum Afrikas Asse so schnell sind
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Text: race-news-service.com/Dieter Hogen

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Die Ernährungstricks der Kenianer