Feindbeobachtung

Den Gegner im Blick

Wer nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen andere läuft, sollte die Gegner gut im Auge haben.

Feindbeobachtung

Augen auf beim Rennen: Was macht Ihr Gegner gerade?

Bild: Thomas Wenning

Als Athlet müssen Sie sich und Ihren Körper gut kennen. Aber wenn es Ihnen im Wettkampf auch darum geht, der Erste überhaupt oder Ihrer Gruppe zu sein, müssen Sie ebenfalls einschätzen können, wie gut oder schlecht es Ihren Mitläufern geht. Haben Sie schon einmal im Fernsehen bei einem Laufwettkampf zugeschaut und dabei versucht, auf den späteren Sieger zu tippen? Ebenso wie Sie dabei Stärken und Schwächen der Läufer abschätzen, müssen Sie dies im Rahmen Ihres eigenen Wettkampfs unterwegs auch tun.

Mimik
Von den Gesichtszügen lassen sich während eines Laufs Rückschlüsse auf den gesamten Körper ziehen. Wenn die Gesichtsmuskeln angespannt sind, gilt das meist auch für die unteren Partien. Haben sich also die Augen Ihres Gegners zu kleinen Schlitzen verengt, sind die Mundwinkel verkniffen oder ist der Mund weit aufgerissen, können Sie davon ausgehen, dass er aus dem letzten Loch pfeift. Dann wird es Zeit, ihm mit einem kleinen Zwischenspurt endgültig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Tempoveränderungen
Am meisten erfährt man über den Zustand des Gegners, wenn man bewusst hinter ihm läuft: Hält er konstant sein Tempo? Dann ist er noch gut drauf. Verliert er immer wieder an Tempo und muss sich verlorene Sekunden durch einige schnelle Schritte zurückerkämpfen? Er wackelt. Verliert er sukzessive an Fahrt? Okay, er ist durch. Halten Sie sich nur in seinem Windschatten auf, solange es noch sinnvoll ist. Das spart bis zu sieben Prozent Energie. Wenn Sie dann an ihm vorbeiziehen, wechseln Sie zügig die Straßenseite, damit er nicht in Ihrem Sog mitzieht.

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