Perfekt Laufen

Bergablaufen

Berge runter zu laufen, will auch gelernt sein. Hier lesen Sie, wie Sie es richtig machen.

Bergablaufen

Beim Bergablaufen geht es darum, möglichst belastungsschonend hinabzurollen.

Bild: Claus Dahms

Beim Bergablaufen treten die höchsten Belastungen auf! Das ist auch der Grund, warum es nicht sinnvoll ist, eine Gefällstrecke so schnell wie möglich hinabzulaufen. Bei jedem Schritt muss die Beinmuskulatur ein Mehrfaches des Körpergewichts auffangen. Ein kontrollierter Laufstil ist berg­ab durchaus wichtig.

Abhängig vom Gefälle können Sie bergab auch nicht Ihren gewohnten Laufstil aus dem Flachen beibehalten. Ein starker Fersenaufsatz mit durchgedrücktem Stützbein ist z. B. kontraproduktiv. Da stemmt man sich in die hohe Belas­tung hinein, schockt den Aufprall, aber nimmt dem Laufen jegliche Ökonomität. Ein Aufsetzen mit dem Mittelfuß bei leicht ­gebeugtem Aufsatzbein macht Sinn.

Das Ziel ist es, den Aufsatz vorsichtig abzufedern. Dazu sind nicht lange Sprungschritte gefragt, bei denen der Fußaufsatz weit vor dem Körper stattfindet, sondern kleinere Schritte, bei denen der erste Bodenkontakt schnell vom Körperschwerpunkt „überlaufen“ werden kann. Der Oberkörper sollte nicht möglichst weit nach hinten genommen werden, sondern sogar mit der Steigung leicht (!) vornüber.

Also: Beim Bergablaufen geht es nicht darum, möglichst schnell hinabzurennen, sondern möglichst belastungsschonend hinabzurollen. Ansonsten drohen massive Belastungstraumen (Muskelkater, Überlastungen der Gelenke).

Bergablaufen – so geht’s:

  • zügiges Tempo, aber kein Maximaltempo

  • runder, kürzerer Schritt, keine weiten Sprünge

  • gleitender Fußaufsatz im Mittelfußbereich, kein Rein­stemmen in die Ferse

  • leicht angewinkeltes Aufsatzbein, kein durchgestrecktes Knie

  • leicht vorgebeugter Oberkörper, kein zurückgelehnter Torso


zurück

Weiterlesen

Seite 2 von 2
Zurück zur ersten Seite:
Steigungen und Bergläufe