Misserfolg wegstecken

Aus Fehlern lernen

Aus den vergangenen Fehlern kann man lernen und sich neue - realistische - Ziele setzen.

Misserfolg wegstecken 3

Der Weg ist das Ziel.

Bild: Thomas Günther / aboutpixel.de

4. Zwei Wochen danach
Neue Ziele setzen

Jeder Läufer hat manchmal schlechte Rennen – sogar die, die damit ihr Geld verdienen. Die Engländerin Paula Radcliffe musste 2004 beim olympischen Marathon vorzeitig aufgeben, aber drei Monate später feierte sie ein eindrucksvolles Comeback und gewann den New-York-Marathon. Top-Athleten wie Radcliffe bleibt gar nichts anderes übrig, als Misserfolge schnell abzuhaken, erklärt US-Sportpsychologe Neal Bowes. Wenn sie sich von einem einzigen schlechten Rennen aus der Bahn werfen ließen, müssten sie sich ­einen anderen Job suchen.

Als Hobbyläufer werden Sie zwar nicht für das Laufen bezahlt, aber Sie können sich etwas von den Profis abschauen. „Ihre Laufkarriere hängt nicht an einem einzigen Wettkampf“, sagt Bowes. „Nutzen Sie Ihre Enttäuschung als Triebfeder für Ihren nächsten Erfolg.“ Aber wenn Sie sich ein neues Ziel setzen, dann achten Sie darauf, dass es realistisch ist. Falls Sie beim Training für Ihren letzten Marathon Probleme hatten, die nötigen Kilometerumfänge zu absolvieren, sollten Sie eventuell eine kürzere Renndistanz anpeilen. Und setzen Sie sich kleinere Zwischenziele auf dem Weg zum großen Ziel. Falls Ihnen beim letzten Mal die Nervosität vor dem Start den Wettkampf vermasselt hat, laufen Sie ein paar kleinere 5-Kilometer-Rennen, um die Schmetterlinge im Bauch zu beruhigen. „Kleine Erfolge helfen, das Selbstvertrauen nach einer enttäuschenden Erfahrung wieder aufzubauen“, weiß Cogan.

5. Vor dem nächsten Rennen
Erwartungen zügeln

„Vor jedem Rennen rufe ich mir in Erinnerung, dass die Möglichkeit des Scheiterns zum Laufsport dazugehört“, sagt Kim Maxwell, Lauftrainer aus Stillwater, Minnesota (USA). Bevor Sie an die Startlinie treten, sollten Sie sich vor Augen führen, dass sich der Sinn des Laufens nicht über die dabei erbrachte Leistung definiert. Vielmehr ist Laufen Teil eines gesunden Lebens­stils: Es macht Sie stärker, zufriedener und ausgeglichener. Diese positiven Effekte überstrahlen jedes Wettkampfresultat.

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Gefesselt von Enttäuschung