MIsserfolg wegstecken

Abstand gewinnen

Am Morgen danach sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Nach einer Woche kann man anfangen, Fehler zu analysieren.

Abstand gewinnen

Erstmal etwas Abstand gewinnen.

Bild: JMG / pixelio.de

2. Am Morgen danach
Das Positive sehen

Jane Bucks erster Marathon stand von Beginn an unter einem schlechten Stern: Als sie aufwachte, fühlte sie sich miserabel, eine kaputte Gel-Tüte lief ihr in den Händen aus, ihre Pulsuhr fiel auseinander, und dann fing es auch noch an zu regnen. Nach 30 Kilometern musste Jane sich übergeben. Trotzdem beendete sie das Rennen, womit sie sich bewies: „Ich kann alles schaffen, wenn ich es mir nur fest genug vornehme. Jetzt denke ich immer, wenn es beim Laufen einmal hart wird, an dieses Rennen zurück, und schon geht es wieder besser.“ Der Silberstreif am Horizont kann helfen, Enttäuschungen zu überwinden. Mark Wallis, Lauf­trainer aus Tucson (USA): „Wenn es Ihnen trotz wid­riger Bedingungen gelungen ist, das Rennen zu beenden, können Sie das als Erfolg verbuchen, auch wenn das Resultat frustrierend war“, sagt er. „Richten Sie Ihre Energie auf etwas Positives – sei es, dass Sie in einer neuen Stadt gelaufen sind oder dass Sie ein neues Finisher-Shirt für ­Ihre Sammlung bekommen haben.“

3. Eine Woche danach
Fehler analysieren

Sobald sich der Frust gelegt hat, schauen Sie sich Ihren Trainingsplan, Ihre Ernährung und Ihre Wettkampfstrategie noch mal genau an, um herauszufinden, was Sie falsch gemacht haben und was Sie beim nächsten Mal verbessern können. „Das ist wie ein Rätselspiel“, erläutert Jeff Horowitz, Autor des Buchs „My First 100 Marathons“. „Sie müssen nach Hinweisen suchen, um das Rätsel zu lösen.“ Haben Sie sich in der Taperingphase ausreichend Ruhe gegönnt? Sind Sie zu schnell losgelaufen? Haben Sie vor und während des Rennens genügend getrunken?

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